Bitcoin-Einbruch unter 73.000 USD: ETF-Abflüsse und Tech-Schwäche belasten den Markt
Bearbeitet von: Yuliya Shumai
Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, rutschte der Bitcoin-Kurs (BTC) unter die psychologisch wichtige Marke von 73.000 US-Dollar. Diese Entwicklung verlief parallel zu einer breiteren Korrektur an den Aktienmärkten, die insbesondere den Technologiesektor hart traf. Bereits am Vortag, dem 3. Februar, war es der führenden Kryptowährung nicht gelungen, das Re-Test-Niveau von 79.500 US-Dollar zu verteidigen, was Marktbeobachter als deutliches Signal für eine bevorstehende Abwärtsbewegung werteten. Seit Beginn des Jahres zeigt sich der Kryptomarkt äußerst sensibel gegenüber makroökonomischen Indikatoren, wobei vor allem die US-Arbeitsmarktdaten im Fokus der Anleger stehen.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor war der massive Kapitalabzug aus den Spot-Bitcoin-ETFs. In den vorangegangenen zwölf Handelstagen summierten sich die Nettoabflüsse auf über 2,9 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht seit dem 16. Januar einem durchschnittlichen täglichen Kapitalentzug von rund 243 Millionen US-Dollar. Dieser institutionelle Rückzug erfolgte fast zeitgleich mit dem Rückprall des Bitcoins vom Widerstandsniveau bei 98.000 US-Dollar, das am 14. Januar 2026 erreicht worden war. Innerhalb von nur drei Wochen verzeichnete der Vermögenswert damit einen Wertverlust von 26 %. Professionelle Händler reagierten mit Absicherungsstrategien: Der 30-Tage-Delta-Skew stieg am Mittwoch sprunghaft auf 13 % an, was deutlich über der neutralen Schwelle von 6 % liegt und eine vorherrschende Angststimmung am Markt widerspiegelt.
Die Schwäche im Kryptosektor korrelierte eng mit den Verlusten im Technologiesektor, wobei der Nasdaq Composite um 1,51 % auf 22.905 Punkte nachgab. Besonders deutlich wurde der Abwärtstrend bei den Aktien von Advanced Micro Devices (AMD), die am 4. Februar bei 200,19 US-Dollar schlossen – ein Minus von 17,31 %. Auslöser war eine enttäuschende Umsatzprognose für das erste Quartal 2026, die eine Neubewertung der Wachstumsaussichten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) nach sich zog. Trotz der Tatsache, dass AMD die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 übertreffen konnte, verstärkte der vorsichtige Ausblick die Sorgen der Investoren hinsichtlich des harten Wettbewerbs mit Nvidia.
Auch die makroökonomische Datenlage trug zur Verunsicherung bei. Der vorläufige ADP-Arbeitsmarktbericht für den privaten Sektor in den USA im Januar 2026 blieb weit hinter den Erwartungen zurück: Es wurden lediglich 22.000 neue Stellen geschaffen, während Analysten mit 46.000 gerechnet hatten. Zum Vergleich: Im Dezember 2025 waren es noch 37.000 Stellen. Dr. Nela Richardson, Chefökonomin bei ADP, wies darauf hin, dass sich der Stellenaufbau im privaten Sektor im Jahr 2025 auf insgesamt 398.000 verlangsamte, was einen drastischen Rückgang gegenüber den 771.000 Stellen im Jahr 2024 darstellt. Besonders der verarbeitende Sektor kämpft weiterhin mit Problemen und verlor im Januar 8.000 Arbeitsplätze – eine Fortsetzung des negativen Trends, der bereits seit März 2024 anhält.
Infolge der Marktturbulenzen kam es zu einer massiven Liquidationswelle bei gehebelten Long-Futures-Kontrakten für Bitcoin im Wert von etwa 3,25 Milliarden US-Dollar. Dieses Ereignis weckte Erinnerungen an den dramatischen Vorfall vom 10. Oktober 2025, als Liquidationen in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar den Markt erschütterten. Parallel dazu wurden Gerüchte über einen angeblichen Bitcoin-Verkauf im Wert von 9 Milliarden US-Dollar durch einen Kunden von Galaxy Digital laut. Diese Spekulationen wurden jedoch am Dienstag von Alex Thorn, dem Leiter der Forschungsabteilung bei Galaxy, öffentlich dementiert. Trotz der aktuellen kurzfristigen Hürden bleiben viele Experten langfristig optimistisch gestimmt. So prognostizierte Haseeb Qureshi von Dragonfly bereits zuvor, dass Bitcoin bis zum Ende des Jahres 2026 die Marke von 150.000 US-Dollar überschreiten könnte.
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Quellen
Cointelegraph
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