Hundebesitz und variable Aktivität korrelieren mit menschlicher Langlebigkeit

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Umfangreiche Langzeitstudien belegen, dass spezifische Lebensstilfaktoren die menschliche Lebensspanne beeinflussen, wobei die Haltung eines Hundes und eine diversifizierte körperliche Betätigung als zentrale Komponenten hervortreten. Eine Metaanalyse, die Datenmaterial auswertete, deutet darauf hin, dass Hundebesitzer über einen Zeitraum von zehn Jahren ein um 24 Prozent reduziertes Sterberisiko aus allen Ursachen aufweisen. Die American Heart Association hat die positiven Auswirkungen von Haustierbesitz, insbesondere von Hunden, auf kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Blutdruck, Cholesterin und die Stressreaktion hervorgehoben.

Eine schwedische, bevölkerungsweite Studie der Universität Uppsala, die 3,4 Millionen Schweden im Alter zwischen 40 und 80 Jahren analysierte, zeigte, dass Hundehalter im Untersuchungszeitraum von zwölf Jahren 22 Prozent seltener starben und ein um fast 30 Prozent geringeres Risiko hatten, an einem tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu versterben. Besonders in Einpersonenhaushalten wurde dieser Effekt deutlich: Die Hazard Ratio für den Tod lag bei 0,67 und für kardiovaskuläre Erkrankungen bei 0,64 im Vergleich zu Nicht-Hundebesitzern. Die beobachteten gesundheitlichen Vorteile werden teilweise auf die durch den Hund bedingte Steigerung der körperlichen Aktivität zurückgeführt, wobei angenommen wird, dass Hundebesitzer zu 54 Prozent wahrscheinlicher das empfohlene Aktivitätsniveau erreichen.

Darüber hinaus spielen die Förderung des mentalen Wohlbefindens und die Reduktion von Einsamkeit eine wesentliche Rolle. Streicheleinheiten von 15 bis 30 Minuten können zur Ausschüttung von Hormonen beitragen, die den Blutdruck senken und die Stimmung verbessern. Die American Heart Association hat in ihren wissenschaftlichen Erklärungen die positiven Auswirkungen von Haustierbesitz auf kardiovaskuläre Risikofaktoren betont.

Experten betonen, dass für eine nachhaltige Gesundheitserhaltung die Variabilität der körperlichen Betätigung entscheidend ist. Unterschiedliche Bewegungsformen senken das Risiko eines vorzeitigen Todes um 19 Prozent, selbst wenn die Gesamtzeit des Trainings konstant bleibt. Hierbei erweisen sich kurze, intensive Aktivitätsspitzen, sogenannte „Bewegungs-Snacks“, als wirksam, um langes Sitzen auszugleichen. Als leicht zugänglicher „Bewegungs-Snack“ wird das mehrmalige tägliche Besteigen von zwei bis drei Stockwerken empfohlen, da diese Aktivität die Herzfrequenz rasch erhöht und der Unterkörpermuskulatur zugutekommt.

Eine andere Analyse belegt, dass Menschen, die von Inaktivität zu regelmäßiger Aktivität wechselten, ihr Sterberisiko um rund 22 Prozent reduzierten im Vergleich zu jenen, die inaktiv blieben. Die Vielfalt der Bewegung, ob durch zügiges Gehen oder intensivere Einheiten, stellt einen Schutzschild gegen häufige Todesursachen dar, wobei die WHO 150 bis 300 Minuten moderater Intensität pro Woche empfiehlt.

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Quellen

  • DNyuz

  • Weekly Bangla Mirror |

  • Dog Ownership and Survival After a Major Cardiovascular Event: A Register-Based Prospective Study - PubMed

  • Our Team | Dhruv-Kazi - Beth Israel Deaconess Medical Center

  • Study: Dogs linked to lower heart disease death risk | PetfoodIndustry

  • Pet Ownership and Cardiovascular Risk: A Scientific Statement From the American Heart Association - ACC.org

  • Dog ownership linked to lower mortality rate - ScienceDaily

  • Harvard Health

  • World Health Organization (WHO)

  • BMJ Medicine

  • McMaster Experts

  • Health Research BC

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