Japanische Firma Rabo integriert KI-gestützte Stressbewertung in den Catlog-Halsband für Katzen

Bearbeitet von: Katerina S.

Foto von der Website der RABO, Inc. | Catlog rabo.cat

Der japanische Technologiekonzern Rabo treibt die Weiterentwicklung seines tragbaren Geräts Catlog stetig voran. Dieses Pet-Tech-Produkt dient der umfassenden Überwachung der Gesundheit von Katzen. Der Ansatz von Rabo basiert darauf, detaillierte Verhaltensdaten in quantifizierbare Indikatoren für das Wohlbefinden der Haustiere umzuwandeln.

Ein jüngst veröffentlichtes Update für die Catlog-App führte die Funktion „Stress Score“ ein. Diese Neuerung stützt sich auf hochentwickelte Algorithmen des maschinellen Lernens. Um diese Funktion zu kalibrieren, nutzte das System einen gewaltigen Datensatz von geschätzten 10 Milliarden Verhaltenskriterien. Diese Datenbasis wurde durch Beobachtungen von über 46.000 Katzen in Japan und den Vereinigten Staaten gewonnen. Der Algorithmus zieht komplexe Faktoren über einen Zeitraum von dreißig Tagen heran, um eine objektive Einschätzung des Angstniveaus zu liefern. Zu diesen Faktoren zählen die Muster der Fellpflege, die Qualität des Schlafs sowie die Atemfrequenz in Ruhephasen.

Das Catlog-Halsband zeichnet kontinuierlich wesentliche Lebensfunktionen der Katze auf. Hierzu gehören die Aufnahme von Nahrung und Wasser, die allgemeine Bewegung und die Schlafzyklen. Alle gesammelten Informationen werden gebündelt und dem Besitzer über die zugehörige mobile Anwendung zugänglich gemacht. Dies ermöglicht eine lückenlose Fernüberwachung des Zustands des Tieres. Darüber hinaus erfasst das Gerät physiologische Messwerte, wie beispielsweise die Körpertemperatur, was für die frühzeitige Erkennung möglicher Erkrankungen von großer Bedeutung ist.

Yukiko Iyo, die Leiterin von Rabo, betont nachdrücklich, dass der „Stress Score“ lediglich eine Ergänzung und keinesfalls ein Ersatz für regelmäßige tierärztliche Untersuchungen darstellt. Die Technologie des maschinellen Lernens erlaubt es dem System, sich innerhalb der ersten zwei Nutzungswochen an die individuelle Normalität des jeweiligen Haustiers anzupassen. Sobald dieser individuelle Referenzwert etabliert ist, werden Abweichungen von dieser Norm automatisch erkannt. Dies ist besonders relevant für Wohnungskatzen, da selbst subtile Umwelteinflüsse unbemerkte Anspannung auslösen können.

Neben dem Halsband bietet Rabo auch das Catlog_Board an, einen Sensor für die Katzentoilette. Dieses Zusatzgerät registriert die Häufigkeit, das Gewicht und die Dauer der Ausscheidungen. Die Kombination dieser umfassenden Lösungen, die künstliche Intelligenz zur Zustandsbewertung nutzen, hebt das Angebot von Rabo deutlich von Wettbewerbern ab. Viele Konkurrenzprodukte beschränken sich oft lediglich auf grundlegendes GPS-Tracking, was dem ganzheitlichen Ansatz von Rabo nicht gerecht wird.

Die Einführung des Stress Scores markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Haustiertechnologie. Es geht nicht nur darum, Aktivitätslevel zu messen, sondern tiefere emotionale Zustände zu quantifizieren. Die Fähigkeit, subtile Stressoren frühzeitig zu identifizieren, kann maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität der Tiere beitragen. Rabo positioniert sich damit als Vorreiter im Bereich der präventiven Tiergesundheitspflege durch datengesteuerte Einblicke.

Quellen

  • Green Prophet

  • Tom's Hardware

  • The Register

  • RABO, Inc.

  • NoCamels

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