Neue Dokumente im Epstein-Fall: Trump flog zwischen 1993 und 1996 achtmal mit Epsteins Privatjet

Bearbeitet von: Svetlana Velgush

Am Dienstag, dem 23. Dezember 2025, hat das US-Justizministerium (DOJ) eine weitere Charge von Dokumenten im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Diese neue Datenmenge umfasste rund 11.000 Dokumente und Fotografien. Die Veröffentlichung erfolgte im Rahmen des Gesetzes zur Transparenz der Epstein-Dokumente, welches Donald Trump im November 2025 unterzeichnet hatte.

Im Fokus dieser jüngsten Offenlegung stand der Name Donald Trump in Verbindung mit Flügen im Privatjet Epsteins. Ein zentrales Element war eine E-Mail eines nicht näher genannten Bundesstaatsanwalts aus New York vom 7. Januar 2020. Diese E-Mail bezog sich auf Flugprotokolle und behauptete, Trump sei zwischen 1993 und 1996 achtmal mit Epsteins Flugzeug gereist. Diese Informationen, die der Staatsanwaltschaft des Southern District of New York vorlagen, deuteten auf eine intensivere Nutzung des Luftfahrzeugs hin, als bisher angenommen.

Bei mindestens vier dieser aufgeführten Flüge befand sich Ghislaine Maxwell unter den Passagieren. Bei einem Flug im Jahr 1993 waren laut Protokoll nur Trump und Epstein an Bord. Ein anderer Flug aus derselben Periode verzeichnete Epstein, Trump und eine 20-jährige Person, deren Identität geschwärzt wurde. Des Weiteren nahmen an anderen Reisen Marla Maples sowie Trumps Kinder Tiffany und Eric teil.

Das Justizministerium sah sich veranlasst, über den Kurznachrichtendienst X Stellung zu beziehen. Man bezeichnete einige der Behauptungen gegen den ehemaligen Präsidenten als haltlos und sensationslüstern. Die Behörde betonte, dass substanzielle Anschuldigungen gegen Präsident Trump bereits in früheren Phasen hätten verwendet werden können, und rechtfertigte die Freigabe der Dokumente mit dem Bekenntnis zur Transparenz. Zudem wies das DOJ darauf hin, dass einige Akten „unbegründete und falsche“ Aussagen enthielten, die kurz vor den Wahlen 2020 beim FBI eingereicht worden waren.

Ebenfalls in den Akten enthalten war ein Dokument, das angeblich ein Brief von Epstein an Larry Nassar vor 2019 sein sollte. Darin stand die Behauptung: „Unser Präsident teilt ebenfalls unsere Vorliebe für junge, zarte Mädchen.“ Allerdings teilte das Justizministerium später mit, dass das FBI die Echtheit dieses Schreibens als „gefälscht“ bestätigt habe. Die Begründung hierfür waren Inkonsistenzen in der Handschrift sowie ein Versanddatum, das drei Tage nach Epsteins Tod lag.

Es ist festzuhalten, dass das DOJ keine Anklage wegen Fehlverhaltens gegen Trump erhoben hat. Medienkommentatoren merkten an, dass sein Name in den Aufzeichnungen allein noch keinen Beweis für eine Kenntnis der Verbrechen Epsteins darstelle. Die Akten enthielten auch eine Vorladung aus dem Jahr 2021, die sich gegen Trumps Anwesen Mar-a-Lago richtete, um Aufzeichnungen im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen Ghislaine Maxwell zu sichern. Die Handhabung der Dokumente warf Fragen auf: CNN bemerkte, dass der Name des Absenders des Schreibens von 2020 geschwärzt worden sei, und einige am Montag kurzzeitig hochgeladene Dateien wurden wieder entfernt und erneut veröffentlicht.

Trumps Verbindungen zu Epstein, die bis in die 1990er und frühen 2000er Jahre zurückreichen, blieben im Jahr 2025 ein signifikanter politischer Streitpunkt. Das vom Kongress verabschiedete Gesetz verpflichtet den Generalstaatsanwalt, alle Epstein-bezogenen Dokumente innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten offenzulegen, was zu dieser umfangreichen Veröffentlichung führte. Die Bekanntgabe dieser Materialien rückte die langjährigen Beziehungen zwischen Politikern und dem verurteilten Finanzier erneut ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.

28 Ansichten

Quellen

  • Courrier international

  • CBS News

  • PBS NewsHour

  • RNZ News

  • The Independent

  • The New York Times

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