Tarim-Öl- und Gasfeld in Xinjiang erreicht Meilenstein von 2 Milliarden kWh Solarstromerzeugung

Bearbeitet von: Svetlana Velgush

Bis zum Ende des Dezembers 2025 hat das Tarim-Öl- und Gasfeld, angesiedelt im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas, eine beeindruckende Leistung verzeichnet: Die jährliche Erzeugung von Photovoltaik-Strom (PV) hat die Marke von 2 Milliarden Kilowattstunden überschritten. Diese Nachricht wurde von der China National Petroleum Corporation (CNPC) bestätigt. Dieser Erfolg unterstreicht Chinas entschlossenen Tempo bei der Umstellung auf erneuerbare Energien und der Verwirklichung seiner Ziele zur energetischen Souveränität.

Diese rekordverdächtige Stromproduktion wurde durch eine Kombination aus großen und dezentralen Solaranlagen ermöglicht. Fünf zentralisierte Solarparks trugen mit einer kombinierten installierten Leistung von 2,6 Gigawatt (GW) zur Bilanz bei. Ergänzt wurde dies durch 239 dezentrale Photovoltaikanlagen, deren Gesamtleistung 63.000 Kilowatt betrug. Liang Yulei, der Direktor der Abteilung für neue Energien der Tarim-Ölfelder, erläuterte, dass die erzeugten 2 Milliarden kWh ausreichen würden, um den jährlichen Energiebedarf von über 1,8 Millionen Menschen zu decken. Dies resultierte in einer beachtlichen Einsparung von rund 600.000 Tonnen Steinkohleäquivalent und einer Reduktion der Kohlendioxidemissionen um 1,07 Millionen Tonnen.

Die strategische Integration dieser „grünen“ Energieerzeugung direkt in die Infrastruktur des riesigen Öl- und Gasförderkomplexes demonstriert einen pragmatischen Ansatz zur operativen Dekarbonisierung. Auffällig ist, dass 92 Prozent dieses sauberen Stroms in das externe Netz eingespeist werden, um den Bedarf anderer Regionen des Landes zu decken. Lediglich 8 Prozent werden direkt vor Ort für die laufenden Öl- und Gasförderprozesse genutzt. Diese Verteilung hat dazu beigetragen, die Kohlenstoffintensität des Ölfeldes selbst um mehr als 10 Prozent zu senken.

Diese Entwicklung fügt sich nahtlos in den breiteren Rahmen der Energiewende der Volksrepublik China ein. Xinjiang, das als strategische Basis für Chinas Energie- und Ressitensicherheit gilt, nutzt seine natürlichen Gegebenheiten intensiv. Das theoretische Solarenergiepotenzial der Region macht schätzungsweise 40 Prozent des nationalen Gesamtwerts aus. Die Errungenschaft des Tarim-Feldes, das sich in der Taklamakan-Wüste befindet, bekräftigt Chinas Engagement für die auf dem UN-Klimagipfel am 24. September 2025 verkündeten Ziele. Dazu gehört insbesondere das Vorhaben, den Anteil nicht-fossiler Brennstoffe am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2035 auf über 30 Prozent zu steigern.

Um die gestiegene Menge an erneuerbarer Energieerzeugung in Xinjiang effizient zu managen, wird der Ausbau von großflächigen Energiespeichersystemen forciert. Insgesamt symbolisiert dieser Rekord auf dem Tarim-Feld, dem drittgrößten Onshore-Öl- und Gasfeld Chinas, die praktische Umsetzung der nationalen Energiestrategie. Diese Strategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Kohle zu verringern und Chinas Position als globaler Vorreiter bei sauberen Technologien weiter zu festigen.

11 Ansichten

Quellen

  • BFMTV

  • China Daily

  • Global Times

  • Ministry of Foreign Affairs of the People's Republic of China

  • Global Energy Monitor

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