Brasilien festigt globale Präsenz: Teilnahme an der Wine Paris 2026 nach Exportboom im Jahr 2025 bestätigt

Bearbeitet von: Svetlana Velgush

Der brasilianische Weinsektor hat offiziell seine Absicht bekräftigt, an der renommierten internationalen Fachmesse Wine Paris 2026 teilzunehmen, die vom 9. bis 11. Februar stattfinden wird. Für das südamerikanische Land markiert dies den zweiten Auftritt auf dieser zentralen globalen Branchenplattform. Die Entscheidung zur erneuten Teilnahme basiert auf einer beeindruckenden Bilanz der Exportzahlen im Jahr 2025, die trotz der für 2026 prognostizierten Volatilität auf den Weltmärkten ein starkes Fundament für die internationale Expansion bilden.

Im Jahr 2025 erreichten die Gesamtexporte von brasilianischen Weinen und Schaumweinen einen beachtlichen Wert von 13,3 Millionen US-Dollar. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer konsequenten Internationalisierungsstrategie, die federführend durch das Projekt Wines of Brazil koordiniert wird. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 stieg der Gesamtwert der Verkäufe um signifikante 26,14 %. Parallel dazu erweiterte sich das globale Netzwerk auf insgesamt 63 Abnehmerländer, was einer Steigerung von 31,25 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders die Schaumweine erwiesen sich als Wachstumsmotor mit einem Wertzuwachs von 37,85 % und einem Volumenplus von 48,76 %. Auch Stillweine verzeichneten positive Entwicklungen mit einem Anstieg von 23,64 % im Wert und 22,16 % im Volumen. Insgesamt legte das Exportvolumen beider Kategorien um 24,27 % zu, wobei Paraguay, Haiti und die Vereinigten Staaten die wichtigsten Absatzmärkte darstellten.

Für die Wine Paris 2026 haben bereits acht namhafte Weingüter ihre Präsenz zugesagt: Aurora, Bárbara Eliodora, Casa Almeida Barreto, Casa Valduga, CRS Brands, Garziera (Grupo Verano), Miolo und Salton. Diese Auswahl spiegelt die beeindruckende geografische Vielfalt Brasiliens wider, mit Vertretern aus den Regionen Rio Grande do Sul, Pernambuco, São Paulo und Minas Gerais. Ein prominentes Beispiel ist die Vinícola Aurora, das größte Weingut des Landes, das mit einem Marktanteil von über 30 % bei Stillweinen den heimischen Markt anführt. Die organisatorische Leitung des Messeauftritts liegt beim Projekt Wines of Brazil, das von Consevitis-RS in enger Zusammenarbeit mit der brasilianischen Agentur für Export- und Investitionsförderung (ApexBrasil) betreut wird.

Die positiven Erwartungen stützen sich auf die Erfahrungen der Pilotphase im Jahr 2025. Damals nahmen drei Weingüter teil und konnten unmittelbare Geschäftsabschlüsse im Wert von rund 310.000 US-Dollar erzielen, wobei für die darauffolgenden zwölf Monate ein Geschäftsvolumen von 1,5 Millionen US-Dollar prognostiziert wurde. Rafael Romagna, Leiter des Projekts Wines of Brazil, führt diese Erfolge auf die kontinuierliche globale Promotion und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen zurück. Ergänzend zur Messe ist für den 12. Februar in Paris eine exklusive Parallelveranstaltung in Kooperation mit der brasilianischen Botschaft geplant. Diese umfasst einen fachspezifischen Masterclass-Workshop sowie ein Walkaround Tasting, um Fachbesuchern die Qualität brasilianischer Erzeugnisse näherzubringen.

Trotz der optimistischen Grundstimmung mahnt Romagna zur Vorsicht. Er stuft das Jahr 2026 aufgrund von Marktinstabilitäten und zunehmenden protektionistischen Tendenzen als potenziell herausfordernd ein. Vor diesem Hintergrund würde bereits das Halten der Ergebnisse von 2025 als Erfolg gewertet. Dennoch zeigt sich der brasilianische Weinmarkt insgesamt robust: Im ersten Quartal 2025 stieg das Gesamtabsatzvolumen inklusive Importe um 7 % auf 82,5 Millionen Liter. Bis zum Jahresende 2025 wird ein Marktumsatz von über 22 Milliarden Brasilianischen Real erwartet. Insbesondere das Segment der Schaumweine, das bereits den Export anführt, bleibt auch auf dem heimischen Markt der profitabelste Bereich.

38 Ansichten

Quellen

  • Agro em Campo

  • Apex Brasil

  • Band

  • Consevitis-RS

  • O Tempo

  • Wines of Brazil

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