US und China erzielen Rahmenabkommen für TikTok und weichen drohendem Verbot aus

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Madrid – Die Vereinigten Staaten und China haben am 15. September 2025 in Madrid ein Rahmenabkommen zur Zukunft der Kurzvideo-App TikTok erzielt. Diese Einigung, die im Rahmen umfassender Gespräche über Handelsfragen und Wirtschaftspolitik zustande kam, vermeidet ein unmittelbares Verbot der Plattform in den USA und sieht eine Umstrukturierung hin zu einer US-kontrollierten Eigentümerschaft vor.

US-Finanzminister Scott Bessent gab die Vereinbarung bekannt und betonte, dass die kommerziellen Details zwischen den beteiligten privaten Parteien ausgehandelt wurden, ohne jedoch spezifische Einzelheiten preiszugeben. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer deutete an, dass eine kurze Verlängerung der ursprünglichen Frist für die Umsetzung des Deals möglich sei, sofern ein solches Rahmenabkommen bestehe. Die Gespräche, an denen auch der chinesische Vize-Premierminister He Lifeng teilnahm, umfassten auch Themen wie Geldwäschebekämpfung und die Eindämmung des illegalen Fentanylhandels.

Die Einigung stellt einen bedeutenden Durchbruch in einem langwierigen Streit dar, der durch Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit der USA bezüglich der chinesischen Muttergesellschaft ByteDance ausgelöst wurde. Zuvor hatte die US-Regierung mit einem Verbot gedroht, falls China nicht auf Zugeständnisse bei Zöllen und technologischen Beschränkungen im Rahmen einer Veräußerung verzichte. Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping werden die Angelegenheit in Kürze weiter erörtern, um die Details zu finalisieren.

Diese Entwicklung ist Teil einer breiteren Bemühung, die angespannten Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu stabilisieren. Die Verhandlungen in Madrid, die am Vortag begannen, sind die vierte Gesprächsrunde in ebenso vielen Monaten, die darauf abzielt, die Handelsbeziehungen zu deeskalieren. Frühere Versuche, TikTok zu veräußern, waren unter anderem mit Microsoft und Oracle gescheitert, was die Komplexität der aktuellen Vereinbarung unterstreicht.

Die nun vereinbarten Rahmenbedingungen sollen den Weg für eine stabilere und vorhersehbarere Zukunft der Plattform ebnen. Die Einigung wird als Chance gesehen, eine wichtige Quelle der Reibung in den internationalen Beziehungen zu entschärfen und ermöglicht es TikTok, seine Operationen in den USA fortzusetzen, während gleichzeitig die nationalen Sicherheitsinteressen der USA berücksichtigt werden.

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Quellen

  • Reuters

  • TikTok could be banned in the U.S. by September 17 if China blocks sale

  • Trump Says TikTok Has a Buyer, Extends Divestment Deadline to September 2025

  • TikTok US Sale Faces More Challenges With 59 Days Remaining

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