Opera Neon: KI-gestützter Browser neu definiert das Web-Erlebnis
Bearbeitet von: Veronika Radoslavskaya
Opera Software hat mit der Einführung seines KI-gestützten Browsers Neon einen bedeutenden Schritt in die Zukunft des Webbens gemacht. Der Browser, der seit Mai in einer geschlossenen Vorschau verfügbar war, wird nun schrittweise für ausgewählte Nutzer zugänglich gemacht und kostet 19,99 US-Dollar pro Monat. Neon ist als „agentische“ Plattform konzipiert, die über die reine Informationsdarstellung hinausgeht und aktiv Aufgaben für den Nutzer erledigt, ermöglicht durch die Integration fortschrittlicher Sprachmodelle wie Googles Gemini.
Zu den Kernfunktionen gehört „Neon Do“, ein integrierter KI-Assistent, der natürliche Sprachbefehle versteht und Aufgaben wie Reisebuchungen oder Code-Schreiben ausführt. Diese Fähigkeiten sind nativ integriert, im Gegensatz zu herkömmlichen Browsern, die auf Erweiterungen angewiesen sind. Die Funktionalität von Neon wird durch innovative Features wie „Tasks“ und „Cards“ erweitert. „Tasks“ schafft isolierte Arbeitsbereiche, in denen die KI den Kontext offener Tabs versteht und Informationen aus mehreren Quellen analysiert, vergleicht und darauf reagiert, ohne auf andere Browser-Informationen zuzugreifen.
„Cards“ hingegen sind wiederverwendbare KI-Anweisungen, die es Nutzern ermöglichen, häufig verwendete Prompts zu speichern und für sich wiederholende Aufgaben zu kombinieren. Diese Funktionen sind darauf ausgelegt, die Produktivität zu steigern und komplexe Arbeitsabläufe zu automatisieren. Ein besonderes Merkmal von Neon ist die lokale Ausführung vieler Aufgaben, was die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer erhöht, da Anmeldedaten nicht an externe Cloud-Dienste weitergegeben werden müssen.
Opera positioniert Neon als Premium-Produkt für Power-User, die KI intensiv in ihrem Alltag nutzen, was eine Abkehr von kostenlosen Alternativen darstellt. Die Einführung von Neon reiht sich in den breiteren Trend ein, dass Browser zu produktiven Hubs werden, die über reine Informationslieferanten hinausgehen. Konkurrenten wie Perplexity mit Comet und The Browser Company mit Dia verfolgen ähnliche Ansätze. Opera hat eine Geschichte der Innovation, einschließlich der Integration von VPNs und früheren KI-Funktionen wie Bildgenerierung und Text-zu-Sprache. Neon baut auf dieser Grundlage auf und konzentriert sich auf die agentische Ausführung, die über einfache Chat-Integrationen hinausgeht.
Quellen
WebProNews
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