Musik im Herzen: Die ukrainische Weise „Schtschedryk“ im Westminster Abbey

Bearbeitet von: Inna Horoshkina One

König Charles hält 2025 eine Weihnachtsansprache

Am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember 2025, fand die traditionelle Weihnachtsansprache von König Karl III. einen musikalischen Abschluss, der weit über die üblichen zeremoniellen Grenzen hinauswirkte.

«ЩЕДРИК» — eine ukrainische Анна Рекер singt mit dem Orchester des niederländischen Dirigenten Андре Ріє.

Innerhalb der ehrwürdigen Mauern der Westminster Abbey erklang die ukrainische Volksweise „Schtschedryk“, weltweit bekannt als „Carol of the Bells“. Diese uralte Melodie fand ihren Weg in einen modernen Kontext des globalen Dialogs und setzte ein starkes Zeichen.

Die Darbietung wurde durch den Chor „Songs for Ukraine“ realisiert. Dieses Ensemble wurde erst 2023 im Rahmen der Royal Opera House ins Leben gerufen. Verstärkung erhielten die Sängerinnen und Sänger durch die Solistinnen Olha Terletska und Aryna Koroltska. Ergänzt wurde die Gruppe durch Mitglieder des Royal Opera House Chors, die königliche Harfenistin Mared Emrys Pugh-Evans sowie Militärmusiker.

Musik als Brücke des Einvernehmens

Im Zentrum der Ansprache des Monarchen standen Themen wie Mut, Versöhnung und die Übernahme von Verantwortung inmitten globaler Unsicherheiten. Doch es war die Musik selbst, die zur universellen Sprache wurde – eine, die keiner Übersetzung bedarf.

„Schtschedryk“ ist weit mehr als nur ein Lied. Es verkörpert die klangliche Formel natürlicher Zyklen, die Rückkehr des Lichts und die unaufhaltsame Kontinuität des Lebens. In der besonderen Akustik der Abtei wirkte dieser Rhythmus wie eine eindringliche Mahnung: Kultur trennt nicht, sondern sie verbindet tiefgreifend.

Der Planet als gemeinsames Zuhause

In diesem Augenblick transformierte sich die Westminster Abbey von einem rein britischen Geschichtssymbol zu einem Brennpunkt gemeinsamen Resonanzraumes. Es war ein Ort, an dem unterschiedliche Traditionen, Sprachen und individuelle Schicksale in einem einzigen Klang zusammenflossen.

Dies geschah ohne vordergründige Parolen. Es gab keine lauten Deklarationen. Stattdessen wurde die Einheit durch den gemeinsamen Atem des Chores und die schlichte Schönheit der Volksweise vermittelt.

Die Musik demonstrierte einmal mehr ihre wahre Funktion: Sie soll Ereignisse nicht nur begleiten, sondern aktiv einen Raum der Eintracht schaffen.

Was dieses Ereignis der Welt klanglich hinzufügte

Wenn „Schtschedryk“ erklingt, hört man nicht nur eine Nation oder eine bestimmte Epoche heraus. Man hört das universelle Konzept des Heims.

Ein Zuhause, dessen Dach der Himmel ist. Dessen Fundament das Leben selbst bildet. Und dessen Rhythmus es der ganzen Planeten erinnert, sich als Einheit zu begreifen.

Die Einbindung dieses tief verwurzelten ukrainischen Kulturguts in einen solch prominenten britischen Rahmen unterstreicht die Bedeutung kultureller Diplomatie in schwierigen Zeiten. Es ist ein stilles, aber machtvolles Statement, das die Hoffnung auf Verständigung inmitten politischer Spannungen nährt.

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Quellen

  • Rubryka

  • Ukrainska Pravda

  • Ukraine Top News

  • The Guardian

  • Daily Express

  • CNN - World

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