Sky kündigt „Gomorrha – Die Anfänge“ an: Eine Reise ins Neapel des Jahres 1977

Bearbeitet von: An goldy

Der Fernsehgigant Sky hat offiziell die baldige Veröffentlichung eines mit Spannung erwarteten Prequels zur gefeierten italienischen Kriminalsaga „Gomorrha“ bekannt gegeben. Dieses neue, auf sechs Episoden angelegte Drama trägt den Titel „Gomorrha – Die Anfänge“ und soll Anfang 2026 Premiere feiern. Die Ausstrahlung ist sowohl auf den Sky-Kanälen als auch über den Streamingdienst NOW im Vereinigten Königreich geplant. Das Projekt verspricht eine tiefgehende und detaillierte Untersuchung der frühen Machtetablierung der Camorra, lange bevor die Organisation ihre spätere, berüchtigte Form annahm. Die Produktion hat bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die gesamten Dreharbeiten in Neapel sind abgeschlossen, was die baldige Fertigstellung und Veröffentlichungsreife des Produkts unterstreicht und die Vorfreude der Fans steigert.

Die Handlung versetzt die Zuschauer zurück ins Neapel des Jahres 1977, eine Ära, die von erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Turbulenzen für die Stadt geprägt war. Es war eine Zeit des Umbruchs, in der die Grenzen zwischen Legalität und Kriminalität fließend waren. Im Zentrum der Erzählung steht die Jugend von Pietro Savastano, jener Schlüsselfigur, die aus der Originalserie als unantastbarer Clan-Chef bekannt ist. Die Geschichte beleuchtet seinen mühsamen Aufstieg innerhalb der kriminellen Strukturen des berüchtigten Viertels Secondigliano. Dabei werden die Ereignisse und Verflechtungen offengelegt, die ihn letztendlich zu dem skrupellosen Boss formten, der er später wurde. Der junge Pietro wird als jemand dargestellt, der aus den ärmlichen Verhältnissen stammt und gezwungen ist, sich mit Bagatelldiebstählen und dem Stehlen von Mopeds über Wasser zu halten. Trotz dieser bescheidenen Anfänge hegt er bereits zu diesem Zeitpunkt große, unerschütterliche Träume von Macht, Einfluss und dem Respekt, den ihm die Gesellschaft verwehrt.

Die Verantwortung für die Regiearbeit teilten sich Marco D’Amore, den Fans als Darsteller des ikonischen Ciro Di Marzio aus der Ursprungsserie kennen und schätzen, und Francesco Giaccio. D’Amore inszenierte die ersten vier Episoden, während Giaccio für die abschließenden zwei Folgen verantwortlich zeichnete. Darüber hinaus fungierte D’Amore als Co-Autor und künstlerischer Leiter des gesamten Projekts. Sein erklärtes Ziel war es, die Atmosphäre der Entstehung dieser kriminellen Organisation präzise und authentisch einzufangen. Die Macher betonen, dass sich dieses Prequel – im Gegensatz zu den späteren Jahren, die in „Gomorrha“ thematisiert wurden und von Drogenhandel dominiert waren – primär auf den Schmuggel von Zigaretten konzentrieren wird. Diese Fokussierung auf den Zigarettenschmuggel reflektiert die spezifische, frühere Entwicklungsstufe der neapolitanischen Unterwelt jener Zeit und bietet einen frischen Blickwinkel auf die Anfänge der Camorra.

Der Cast setzt sich bewusst aus neuen Gesichtern zusammen, um der vertrauten Welt frischen Wind und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Die zentrale Rolle des jungen Pietro wird von Luca Lubrano übernommen. Zu den weiteren wichtigen Charakteren zählt Angelo „A Sirena“, der amtierende Boss des Viertels, in dessen Kreise der junge, ambitionierte Savastano eintritt, um sich zu beweisen. Ebenfalls vorgestellt wird die zukünftige Scianel, deren Jugendname Annalisa Magliocca lautet. Sie wird als junge Mutter gezeigt, die bereits frühzeitig unter dem massiven Druck ihres Ehemanns und der Umstände leidet. Die Erzählung verspricht, nicht nur die brutale Seite der Gewalt zu beleuchten, sondern auch Pietros tiefes persönliches Drama zu ergründen: seine inneren Konflikte und die schwierige Wahl zwischen seiner ersten Liebe, Imma, die Neapel und das Elend der Straße hinter sich lassen möchte, und dem unerbittlichen, verlockenden Ruf der organisierten Kriminalität. Es ist eine packende Geschichte über den Verlust jugendlicher Ideale und die unaufhaltsame Transformation von reinen Ambitionen in die erbarmungslose Realität der organisierten Kriminalität.

Quellen

  • Mirror

  • Cineuropa

  • Sky Group

  • Drama Quarterly

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