Serbischer Film „Karmadona“ startet nach internationaler Anerkennung in den Kinos
Bearbeitet von: An goldy
Am 19. März 2026 markierte der offizielle Kinostart des Spielfilms „Karmadona“ in Serbien einen bedeutenden Meilenstein für die dortige Filmkunst. Unter der versierten Regie von Aleksandar Radivojević entfaltet sich ein Werk, das mutig die Grenzen zwischen beißender Satire, rasanter Action und verstörendem Horror verwischt. Die Geschichte konzentriert sich auf das Schicksal einer schwangeren Frau, die sich inmitten eines erbitterten Kampfes gegen eine tief verwurzelte, korrupte Gesellschaftsordnung wiederfindet. Dieser ungewöhnliche Genremix dient als Spiegelbild für soziale Spannungen und bietet dem Publikum eine intensive filmische Erfahrung.
Bereits vor seinem regulären Kinostart konnte das Projekt beachtliche internationale Erfolge verbuchen, was seine Relevanz auf der globalen Bühne unterstreicht. So wurde der Film unter anderem für die Auswahlrunde des renommierten Filmfestivals in Toronto in Betracht gezogen. In den Hauptrollen glänzt Jelena Đokić mit einer kraftvollen Darstellung, während Sergej Trifunović die akustische Ebene durch seine markante Synchronarbeit bereichert. Aleksandar Radivojević, der nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch verfasste, bringt eine reiche Erfahrung in das Projekt ein. Seine früheren Arbeiten an Drehbüchern für bekannte serbische Produktionen wie „Tears for Sale“ und den weltweit diskutierten „A Serbian Film“ zeugen von seinem tiefen Verständnis für die Mechanismen des Genrekinos.
Der als psychedelischer Horror-Thriller charakterisierte Film „Karmadona“ wurde auf internationalen Festivals in Sydney und Kapstadt jeweils mit den Preisen für den besten Film und das beste Drehbuch geehrt. Seine offizielle Premiere feierte das Werk in der prestigeträchtigen Sektion „Midnight Madness“ im Rahmen des 50. Internationalen Filmfestivals in Toronto, das vom 4. bis zum 14. September 2025 stattfand. Ein weiterer Beweis für die universelle Anziehungskraft des Films war die Nominierung als bester Film beim 58. Internationalen Filmfestival von Katalonien in Sitges im Jahr 2025, wodurch die Produktion ihre Fähigkeit unter Beweis stellte, kulturelle Barrieren erfolgreich zu überwinden.
Die Entstehung des Films basierte auf einer vollständig unabhängigen Produktion, wobei die Dreharbeiten in den Monaten November und Dezember 2024 in den ländlichen Gebieten rund um Belgrad durchgeführt wurden. Inhaltlich wird „Karmadona“ als eine satirische, dystopische Parabel positioniert. Die Handlung folgt einer werdenden Mutter, die durch die Anweisungen einer mysteriösen „Stimme“ aus einem Bluetooth-Headset dazu befähigt wird, gegen das unterdrückerische System aufzubegehren, welches ihre gesamte Existenz und die Welt um sie herum geprägt hat.
Der landesweite Start von „Karmadona“ in den serbischen Kinos zu Beginn des Jahres 2026, unmittelbar nach den beeindruckenden Erfolgen auf der internationalen Festivalbühne, stellt einen Wendepunkt für das unabhängige serbische Kino dar. Das Werk bietet dem Zuschauer weit mehr als bloße Unterhaltung; es ist eine tiefgreifende Reflexion über die Rolle einer modernen Generation. In dieser Erzählung wird das Mobiltelefon nicht nur als technisches Gerät, sondern als ein problematischer Ersatz für moralische und spirituelle Orientierungspunkte thematisiert, was den Film zu einem hochaktuellen Kommentar unserer Zeit macht.
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Quellen
Telegraf.rs
CineStar
Vreme
Mreža kinoprikazivača Srbije
Tuckwood Cineplex
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