28. Prager Festival des französischen Films: Hommagen und Premieren

Bearbeitet von: An goldy

In Prag hat das 28. Festival des französischen Films (FFF) seine Tore geöffnet. Das bedeutende Filmereignis erstreckt sich über mehrere Städte in der Tschechischen Republik, darunter Brünn, Ostrava, Budweis und Königgrätz, und läuft noch bis zum 26. November. Das diesjährige Programm präsentiert den Zuschauern eine beeindruckende Auswahl von 43 Filmen, die in insgesamt 134 Vorführungen gezeigt werden. Die feierliche Eröffnung fand im Prager Kino Lucerna statt, wo das Publikum mit dem Film „Die Farben der Zeit“ (La Venue de l'avenir) von Cédric Klapisch begrüßt wurde.

Bei der Premiere war auch der Schauspieler Zinedine Soualem anwesend, der dem Publikum unter anderem durch seine Rolle in „München 1972“ bekannt ist. Klapischs Werk, das am 22. Mai 2025 auf den Filmfestspielen von Cannes seine Premiere feierte, unternimmt einen faszinierenden Streifzug zwischen dem Paris des Jahres 1895 und der Gegenwart. Dabei beleuchtet der Film die familiären Wurzeln und die Entstehung des Impressionismus. Ebenfalls anwesend war Regisseur Pascal Elbé, der mit seiner Komödie „Glücksstern“ (Heureux Gagnants) das Publikum erfreute. Elbés Film thematisiert eine Familie, die im Jahr 1940 in Frankreich versucht, sich als jüdisch auszugeben, um Zugang zur Freizone zu erhalten.

Ein zentrales Element der diesjährigen Programmatik bildet eine tief empfundene Hommage an den legendären Alain Delon. Im Jahr 2025 hätte der am 8. November 1935 geborene und im August 2024 im Alter von 88 Jahren verstorbene Schauspieler seinen 90. Geburtstag gefeiert. Delon hinterlässt ein immenses filmisches Erbe, zu dem Klassiker wie „Rocco und seine Brüder“ zählen. Im Rahmen des Festivals sind mehrere Vorführungen ausgewählter Meisterwerke aus Delons Karriere geplant, um sein Schaffen zu würdigen.

Darüber hinaus erweist das Festival der kürzlich verstorbenen Schauspielerin Émilie Dequenne die letzte Ehre, indem vier Filme mit ihrer Beteiligung gezeigt werden. Neben diesen Retrospektiven bietet das Programm auch einen Wettbewerbsbereich namens „Auswahl der tschechischen Kritiker“, in dem sechs Filme um den Publikumspreis konkurrieren. Ein weiterer fester Bestandteil ist der traditionelle Abend des Kurzfilms, der stets für frische Impulse sorgt.

Die Organisatoren dieser 28. Ausgabe des Festivals in Tschechien bereichern das reine Filmprogramm durch spannende Begleitveranstaltungen. Hierzu zählt eine Ausstellung, die anlässlich des 130-jährigen Bestehens des Filmstudios Gaumont ausgerichtet wird. Das Festival, das in Prag vom 20. bis 26. November stattfindet, fungiert als wichtige kulturelle Brücke. Es präsentiert die reiche Tradition und die aktuellen Strömungen des französischen Kinos eindrucksvoll in Mitteleuropa.

Quellen

  • Reflex

  • Reflex

  • Týden.cz

  • Divadelní noviny

  • ŽENA-IN

  • publico.cz

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