Der nigerianische Film „Safari“ triumphiert beim Internationalen Filmfestival von Abuja

Bearbeitet von: An goldy

Die nigerianische Produktion „Safari“ feierte einen herausragenden Erfolg und gewann beim Internationalen Filmfestival von Abuja (AIFF) 2025 die Auszeichnung „Goldene Jury“ als Bester Gesamtfilm. Das fünftägige Event, das unter dem Motto „Vom Drehbuch zur Nation: Die Rolle des Kinos bei der Gestaltung der nationalen Identität“ stand, fand vom 6. bis zum 10. November in der nigerianischen Hauptstadt statt und endete am 10. November. Dieser bedeutende Sieg unterstreicht die wachsende internationale Relevanz und Qualität der Nollywood-Produktionen.

Der Erfolg gebührt nicht nur dem Film selbst, sondern auch seinen kreativen Schlüsselakteuren. Regisseur und Produzent Obi Emelonye wurde für die Herausragende Regie geehrt, während die Schauspielerin Osas Ighodaro den Preis als Herausragende Schauspielerin entgegennahm. Emelonye, der zudem als Dozent für Filmwissenschaften an der Universität Huddersfield tätig ist, bedankte sich ausdrücklich bei den Organisatoren des AIFF sowie bei der Providus Bank für die essenzielle Unterstützung des Projekts.

„Safari“ nimmt eine besondere Stellung ein, da es das erste Projekt war, das eine Finanzierung aus dem neu aufgelegten 5-Milliarden-Naira-Fonds erhielt, der speziell für Nollywood eingerichtet wurde. Diese beträchtliche finanzielle Unterstützung ermöglichte die Realisierung der ambitionierten und langwierigen Entwicklungsphase, die sich über einen bemerkenswerten Zeitraum von mehr als acht Jahren erstreckte. Dies zeugt von der Entschlossenheit der Branche, groß angelegte und qualitativ hochwertige Werke zu schaffen.

Raymond Anyiam-Osigwe, der Leiter der AMAA, hob hervor, dass dieser Erfolg die zunehmende Reife der Industrie und ihr Streben nach globaler Anerkennung durch Kooperationen verdeutlicht. Neben dem Hauptgewinner wurden beim AIFF auch weitere internationale Beiträge gewürdigt. Dazu gehörten der südafrikanische Dokumentarfilm „Six Kings and Six Queens“ und die russische Produktion „Just Live“, die den Preis für die Herausragende Kameraführung erhielt. Diese Vielfalt an Auszeichnungen spiegelt die wachsende Wettbewerbsfähigkeit und die facettenreiche Natur der Kinolandschaft des Kontinents wider.

Parallel zum AIFF bestätigte die 21. Verleihung der African Movie Academy Awards (AMAA) den allgemeinen Aufschwung der Branche. Der Hauptpreis „Bester Film“ bei den AMAA wurde zwischen dem südafrikanischen Streifen „The Heart is a Muscle“ und der burkinischen Produktion „Katanga: Dance of the Scorpions“ geteilt, wobei beide jeweils vier Auszeichnungen erhielten. Auch das nigerianische Kino feierte Erfolge: Der Thriller „3 Cold Dishes“, bei dem der Musiker Burna Boy zusammen mit Osas Ighodaro als Co-Produzent fungierte, wurde als Bester Nigerianischer Film prämiert. Darüber hinaus wurde Lateef Adedimeji für seine Rolle im Epos „Lisabi: The Uprising“ als Bester Schauspieler ausgezeichnet.

Diese jüngsten Errungenschaften bei zwei bedeutenden Festivals – in Abuja und Lagos – sind ein starkes Zeichen dafür, wie kreative Visionen, die auf afrikanischem Boden entstehen, weltweit Anklang finden. Jede Anerkennung bekräftigt die universelle Kraft von Geschichten, die mit einem tiefen Verständnis für die menschliche Erfahrung erzählt werden und die Fähigkeit besitzen, Zuschauer rund um den Globus zu vereinen und zu inspirieren.

Quellen

  • The News Chronicle

  • Nollywood movie ‘Safari’ emerges overall best film at AIFF

  • AMAA 2025: Burna Boy’s ‘3 Cold Dishes,’ South Africa’s ‘The Heart is a Muscle’ win big (FULL LIST)

  • "Seven Doors" & "Lisabi: The Uprising" Sweep Major Wins at AMVCA 2025 | Full Winners List

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