Marvel Studios plant Ausbau des „X-Men“-Franchise im Rahmen einer filmübergreifenden MCU-Architektur

Bearbeitet von: An goldy

Regisseur Jake Schreier bestätigte, dass die Marvel Studios nicht nur an einem, sondern an mehreren Spielfilmen arbeiten, um das kultige „X-Men“-Franchise innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU) neu zu starten. Schreier, der auch bei „Thunderbolts*“ Regie führte, stellte klar, dass das Kreativteam das langfristige Potenzial der Reihe ins Auge fasst, das weit über den ersten Reboot-Film hinausgeht. Dieser Ansatz einer filmübergreifenden Architektur signalisiert eine tiefgreifende und dauerhafte Integration der Mutanten in die MCU-Erzählweise im Anschluss an das Ende der Multiversum-Saga.

Für das Drehbuch des neuen „X-Men“-Films arbeitet Schreier erneut mit Lee Sung Jin, dem Schöpfer der Serie „Beef“, und Joanna Calo, der Showrunnerin von „The Bear“, zusammen. Die Wiedervereinigung dieses kreativen Trios, das bereits bei „Thunderbolts*“ kooperierte, unterstreicht das Bestreben von Marvel, hochkarätige Talente aus dem prestigeträchtigen TV-Sektor zu gewinnen. Schreier betonte, dass sich die Autoren auf das Gleichgewicht zwischen den zentralen ideologischen Themen der „X-Men“ und dem tiefgründigen zwischenmenschlichen Drama konzentrieren werden, für dessen Darstellung sie bekannt sind. Dem Regisseur zufolge waren die „X-Men“-Comics schon immer von einer Ideologie geprägt, die mit zwischenmenschlichen Konflikten von fast seifenopernartiger Qualität verwoben war, wobei das Verständnis dieser Kombination entscheidend für eine authentische Umsetzung des Teams sei.

Die Verpflichtung von Lee Sung Jin und Joanna Calo ist besonders bemerkenswert, da sie bereits bei „Thunderbolts*“ mit Schreier zusammenarbeiteten, wobei Calo als Autorin fungierte und Lee Sung Jin das Skript überarbeitete. Schreier lobte Lee Sung Jins Fähigkeit, „kleine zwischenmenschliche Dynamiken aufzugreifen und sie auf einer viel größeren Leinwand zu entfalten“, was ihn zur idealen Wahl für ein Ensemble-Projekt wie „X-Men“ mache. Ursprünglich wurde das Drehbuch für den „X-Men“-Film von Michael Lesslie entwickelt, dem Autor von „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes“, doch die Arbeit am aktuellen Entwurf liegt nun in den Händen dieses Teams.

Marvel-Studios-Präsident Kevin Feige hatte zuvor erklärt, dass nach Abschluss der Multiversum-Saga die „Ära der Mutanten“ beginnen werde und jeder Film nach „Deadpool & Wolverine“ Teil dieser neuen Phase sei. Dies bestätigt, dass das Studio auf eine langfristige Erzählweise setzt. Jake Schreier selbst wurde für „X-Men“ verpflichtet, nachdem seine Arbeit an „Thunderbolts*“ (der 2025 in die Kinos kam) die Studioleitung beeindruckt hatte. Damit signalisiert Marvel eine Rückkehr zu groß angelegten, mehrphasigen Handlungsbögen, in denen die Mutanten ab Phase 7 und darüber hinaus zum zentralen Fokus des MCU werden.

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Quellen

  • AsiaOne

  • Bleeding Cool

  • Looper

  • Screen Rant

  • CBR

  • World of Reel

  • Murphy's Multiverse

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