Kates Winslets Regiedebüt: Familiendrama „Abschied von June“ feiert Premiere auf Netflix

Bearbeitet von: An goldy

Der mit Spannung erwartete Spielfilm „Abschied von June“, das Langfilm-Regiedebüt von Kate Winslet, fand seinen Weg auf die Streaming-Plattform Netflix am 24. Dezember 2025. Dieses Werk, das zuvor bereits eine limitierte Kinoauswertung erfuhr, widmet sich den letzten Wünschen des Familienoberhaupts, bevor eine terminale Diagnose gestellt wird.

Das Drehbuch zu diesem tiefgründigen Film stammt von Winslets 19-jährigem Sohn, Joe Anders. Er verfasste die Vorlage während seiner Ausbildung im Fach Drehbuchschreiben an der renommierten National Film and Television School in Beaconsfield, England. In der Rolle der June, der schlagfertigen Matriarchin, die ihre vier Kinder kurz vor den Feiertagen mit der ungeschönten Wahrheit konfrontiert, brilliert Helen Mirren. Die Besetzung wird durch Winslet selbst, Toni Collette, Andrea Riseborough, Johnny Flynn und Timothy Spall komplettiert.

Die Handlung des 114-minütigen Films wurde maßgeblich durch Winslets persönliche Erfahrungen inspiriert, insbesondere durch den Verlust ihrer Schwiegermutter im Jahr 2017, die an Eierstockkrebs verstarb. Winslet, die auch als Produzentin fungierte, betonte stets den therapeutischen Charakter der Erzählung und stellte klar, es gehe „um Familie und nicht nur um den Tod“. Um eine besonders intime und nahbare Atmosphäre am Set zu gewährleisten, griffen die Macher auf unkonventionelle Techniken zurück, etwa die Verwendung kleinerer Mikrofone anstelle der üblichen Standardausrüstung.

Obwohl einige Kritiker eine gewisse Tendenz zur Sentimentalität bemängeln, wird der Film für seine authentische Darstellung einer Familie, die sich mit einem unvermeidlichen Verlust auseinandersetzen muss, Anerkennung zuteil. Peter Bradshaw von The Guardian beschrieb das Werk als „wohlmeinende und hochkarätige Weihnachts-Herzenswärme“, wenngleich er es gleichzeitig wegen eines „übertriebenen Suppe der Sentimentalität“ kritisierte. Trotz dieser gemischten Reaktionen, die von 66 Prozent „Frische“ auf Rotten Tomatoes bis zu 56 von 100 Punkten auf Metacritic reichen, sticht die herausragende Leistung des gesamten Ensembles hervor.

Helen Mirren erklärte sich bereit, die Rolle anzunehmen und durchbrach damit ihr persönliches Prinzip, keine sterbenden Charaktere darzustellen, um Winslet zu unterstützen. Winslet gestand offen, dass sie während der Dreharbeiten, besonders in den sehr persönlichen Szenen mit Mirren und Spall, das Gefühl hatte, den Tod ihrer eigenen Mutter mitzuerleben. Manchmal musste sie sich hinter dem Monitor verstecken, um ihre Tränen zurückzuhalten. Diese tiefe persönliche Immersion in das Thema Verlust trug laut Winslet entscheidend dazu bei, die notwendige Atmosphäre des Vertrauens und der Echtheit zu schaffen.

Darüber hinaus dient der Film als Hommage an den britischen Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) und das Pflegepersonal, indem er die Würde und das Mitgefühl hervorhebt, die bei der Betreuung von Menschen am Lebensende gezeigt werden. Die Veröffentlichung auf Netflix am Vorabend des Weihnachtsfestes, dem 24. Dezember 2025, positionierte den Film als bewusste Abweichung von traditionellem Festtagskino. Im Zentrum steht Matriarchin June, die ihren eigenen Abschied mit bissigem Humor und schonungsloser Ehrlichkeit „nach ihren eigenen Regeln managt“.

24 Ansichten

Quellen

  • infobae

  • Wikipedia

  • Entertainment Weekly

  • ComingSoon.net

  • Otros Cines

  • The Week

  • Rediff

  • Harper's BAZAAR

  • Just Jared

  • Esquire

  • FilmAffinity

  • Magazín Spain

  • Espacio Mediatico

  • Cinema Express

  • AdoroCinema

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