Filmpremiere von „Wake Up Dead Man“: Gotisches Mysterium und neuer Durchbruch in Teil Drei von „Knives Out“
Bearbeitet von: An goldy
Die dritte Installation der beliebten Detektivreihe „Knives Out“ feierte ihre Premiere. Der Titel lautet „Wake Up Dead Man“ (zu Deutsch: „Wach auf, toter Mann“). Dieser neue Teil verlagert den Fokus narrativ hin zu einem düsteren, gotischen Geheimnis, das tief in einer katholischen Gemeinschaft verwurzelt ist. Regisseur Rian Johnson, bekannt für seine Fähigkeit, etablierte Genres neu zu interpretieren, ließ sich diesmal von den Werken Edgar Allan Poes inspirieren. Sein Ziel war es, dem Film einen erdigeren, dunkleren Ton zu verleihen, der an den erfolgreichen Auftakt aus dem Jahr 2019 erinnert.
Die weltweite Uraufführung fand am 6. September 2025 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Toronto (TIFF) statt. Der allgemeine Kinostart folgte am 26. November desselben Jahres, bevor der Film am 12. Dezember 2025 seinen Weg zu Netflix fand. Mit einer Gesamtlaufzeit von 144 Minuten bietet der Streifen den Zuschauern reichlich Zeit, sich in die komplexe Handlung zu vertiefen.
Der unvergleichliche Meisterdetektiv Benoit Blanc, erneut brillant verkörpert von Daniel Craig, kehrt für seinen wohl gefährlichsten Fall zurück. Laut Johnson wird diese Ermittlung für Blanc zu einer zutiefst persönlichen Odyssee. Dennoch rückt in diesem dritten Kapitel ein Neuzugang ins Zentrum: Josh O’Connor spielt den jungen Priester, Reverend Jud Duplantier, der in eine abgelegene Pfarrei im Bundesstaat New York versetzt wurde. Blanc muss ein scheinbar unmögliches Tötungsdelikt aufklären, das sich während eines Gottesdienstes ereignete.
Die Spannungen innerhalb dieser kleinen Gemeinde waren bereits vor dem Verbrechen spürbar. Sie kulminierten in der Auseinandersetzung zwischen den Gläubigen und dem charismatischen, wenngleich autoritären Monsignore Jefferson Weeks, dargestellt von Josh Brolin. Die Atmosphäre ist dicht und die religiösen Untertöne ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Erzählung.
Filmkritiker heben hervor, dass Daniel Craig zwar gewohnt stark agiert, es jedoch O’Connor ist, der das emotionale Fundament des Films trägt. Seine Darstellung beleuchtet tiefgründige Themen wie Glauben, Gemeinschaftssinn und die Suche nach Erlösung. Der Film wird für sein zügiges Tempo und die akribische Struktur gelobt, die typisch für das klassische „Whodunit“-Format ist. Es ist eine aufrichtige Auseinandersetzung mit religiöser Kritik, der Heuchelei der Selbstgerechten und der potenziellen Instrumentalisierung des Glaubens als Deckmantel für Hass.
Zum Zeitpunkt seiner Premiere auf dem TIFF präsentierte sich der Film bereits mit beeindruckenden Zahlen: Er erreichte 100 Prozent positive Kritiken auf Rotten Tomatoes und eine Wertung von 85 von 100 auf Metacritic. Diese Resonanz positioniert „Wake Up Dead Man“ als den wohl tiefgründigsten und emotional resonierendsten Teil der gesamten Trilogie. Es scheint, als hätte Rian Johnson mit diesem gotischen Kriminalfall einen neuen Höhepunkt erreicht, der das Publikum fesselt und zum Nachdenken anregt.
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Quellen
Merkur.de
Wikipedia
Palace Cinemas
Harper's BAZAAR
What's After The Credits?
Nerdist
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