Mailänder Modewoche: Glanzvolle Debüts und gesellschaftliche Statements der Kreativdirektoren

Bearbeitet von: Katerina S.

Gucci | Herbst/Winter 2026/27 | Mailänder Modewoche

Die Mailänder Modewoche hat sich erneut als zentraler Schauplatz für wegweisende personelle Veränderungen und tiefgreifende modische Statements erwiesen. In der italienischen Modemetropole versammelten sich die einflussreichsten Akteure der Branche, um die neuesten Visionen renommierter Häuser zu begutachten, wobei insbesondere die Neuausrichtungen einiger Traditionsmarken im Rampenlicht standen. Die Atmosphäre in der Stadt war geprägt von einer Mischung aus Erwartungshaltung und dem Drang zur modischen Erneuerung.

Emporio Armani Herbst/Winter 2026–2027 Modenschau für Herren und Damen

Ein absoluter Höhepunkt der Veranstaltung war die mit Spannung erwartete erste Laufsteg-Präsentation von Gucci unter der kreativen Leitung von Demna. Am Freitag, dem 27. Februar, verwandelte sich der Palazzo Delle Scintille in eine Bühne für eine Kollektion, die eine deutliche Hommage an die Ästhetik der Nullerjahre darstellte, jedoch mit markanten avantgardistischen Akzenten versehen war. Die Entwürfe zeichneten sich durch hautenge Lederjacken und tief sitzende Skinny-Jeans aus, während das charakteristische Netzgewebe und das ikonische Logo auf Strumpfhosen, Stiefeln und den Galonstreifen der Hosen allgegenwärtig waren.

Besonders auffällig waren die klassischen Oversize-Anzüge, die durch eine spezielle Textur wie nass wirkten, sowie der exzessive Einsatz von Pailletten, die Kleider, Hosen, Schuhe und T-Shirts in ein funkelndes Licht tauchten. Die Präsentation wurde von einer Riege internationaler Topmodels getragen, darunter Emily Ratajkowski und Karlie Kloss. Den unbestrittenen Höhepunkt der Show markierte jedoch der Auftritt von Kate Moss, die in einem schwarzen, schimmernden Kleid mit freiem Rücken und einem provokanten High-Cut-Ausschnitt an den Gesäßpartien über den Laufsteg schritt. In der ersten Reihe verfolgten prominente Gäste wie Shawn Mendes, Donatella Versace, Demi Moore und die Tennisspielerin Aryna Sabalenka das Geschehen.

Parallel dazu präsentierte das Label Emporio Armani unter der Leitung von Martino Midali die Kollektion „In Sospensione“ im prachtvollen Palazzo Bovara. Bereits am Eingang wurden die Besucher mit einer tiefgründigen Botschaft konfrontiert: Die Installation „panchina rossa“ (rote Bank) diente als mahnendes Symbol gegen Gewalt an Frauen und forderte die Anwesenden zu kollektiver Verantwortung auf. Diese Geste unterstrich den Anspruch der Marke, Mode als Medium für gesellschaftlichen Diskurs zu nutzen und über den reinen Konsum hinaus Relevanz zu schaffen.

Die modische Handschrift von Midali in dieser Saison konzentrierte sich auf verlängerte Silhouetten und eine Palette aus natürlichen Farbtönen. Durch weiche Schnitte und fließende Stoffe blieb die Kollektion der Philosophie von Komfort und Funktionalität treu, ohne dabei an Eleganz einzubüßen. Diese Mischung aus gesellschaftlichem Engagement und handwerklicher Präzision festigte den Ruf Mailands als Ort, an dem Mode weit über die reine Ästhetik hinausgeht und wichtige Impulse für die Zukunft der globalen Fashion-Industrie setzt.

5 Ansichten

Quellen

  • Glamour

  • Stirile ProTV

  • ilgiornaleditalia.it

  • dscene

  • Milan Fashion Week 2026: The Ultimate Insider's Guide

  • Milan Fashion Week: The Fall/Winter 2026 Women's Fashion Show Calendar

  • The Looker

  • Evolve Media

  • HOLA

  • South China Morning Post

  • FZINE Singapore

  • Wondernet Magazine

  • The Impression

  • Resident Magazine

  • The Japan Pavilion Official Website

  • Non Solo Look

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