M4.2-Flare um 22:39 UTC am 28. Dezember 2025.
M-Klasse-Sonneneruptionen kündigen Polarlichter zum Jahreswechsel an
Autor: Uliana S.
Kurz vor dem Jahreswechsel zeigte sich unsere Sonne ungewohnt aktiv und bot der Erde möglicherweise ein kosmisches Spektakel. Nach einer Phase der relativen Ruhe ereignete sich eine Serie signifikanter Sonneneruptionen, die das Potenzial haben, das Weltraumwetter unseres Planeten zu beeinflussen und am Übergang vom 31. Dezember zum 1. Januar ein seltenes Schauspiel zu bescheren: Polarlichter.
M4.2-Flash um 22:39 UTC 28 декабря 2025 года.
Dieses Ereignis entlud sich zwischen dem 28. und 29. Dezember 2025. Die aktive Region 4317, die sich in der nördlichen Hemisphäre der Sonne befand, stieß zwei kräftige Eruptionen der Klasse M aus: eine M4.2-Flare um 22:39 UTC und eine M2.2-Flare um 00:02 UTC. Dies stellte ein bemerkenswertes Geschehen dar, da diese spezifische Region die einzige war, die geoeffektiv in Richtung unseres Heimatplaneten ausgerichtet war.
Modell der Ausbreitung von Ejektat durch den M4.2-Blitz.
Nachfolgende Simulationen deuteten darauf hin, dass der koronalen Massenausstoß (CME), der auf diese Eruptionen folgte, voraussichtlich in der Neujahrsnacht die Erde erreichen würde. Die Reise dieser etwa 150 Millionen Kilometer langen Wolke aus Sonnenplasma wird ungefähr drei Tage in Anspruch nehmen. Die Berechnungen legen nahe, dass es zu einem streifenden, aber dennoch spürbaren Einschlag auf die Erdmagnetosphäre kommen wird.
Was bedeutet diese kosmische Aktivität für Beobachter rund um den Globus?
Die primären Auswirkungen werden sich auf die höheren Breitengrade konzentrieren. Einwohner jener Regionen, die typischerweise im sogenannten „Aurora-Oval“ liegen, haben die besten Chancen, Zeuge des Phänomens zu werden. Diese Gebiete umfassen:
- Nördliche Hemisphäre: Der Norden Kanadas (Yukon, Nordwest-Territorien), Alaska (USA), Skandinavien (Nordnorwegen, -schweden, -finnland), Island, Spitzbergen sowie Nord-Schottland.
- Südliche Hemisphäre: Die südlichsten Spitzen Neuseelands (Stewart Island), Tasmanien (Australien) und die Regionen nahe der Antarktis.
Sollte die geomagnetische Reaktion stärker ausfallen als ursprünglich prognostiziert, könnte sich das Phänomen weiter in Richtung mittlerer Breitengrade verschieben, wo Nordlichter seltener zu sehen sind. Dies würde die Möglichkeit eröffnen, die Aurora auch für Bewohner nördlicher US-Bundesstaaten (wie Minnesota, Michigan), Mitteleuropas und des südlichen Russlands sichtbar zu machen. Man hofft auf ein echtes Silvestergeschenk des Weltraums.
Obwohl die Wahrscheinlichkeit für Sichtungen in niedrigeren Breiten geringer ist, sorgt die Intensität der M-Klasse-Eruptionen für gespannte Erwartung bei den Astronomen und Hobbybeobachtern. Die genaue Stärke des CME-Einschlags wird bestimmen, wie weit die leuchtenden Schleier am Himmel sichtbar sein werden. Es bleibt abzuwarten, ob die kosmische Laune der Sonne uns ein unvergessliches Ende des Jahres 2025 beschert.
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