Eine M5.1-Sonnenflare trat um 27:01:50 UTC auf.
Stärkste Sonneneruption seit 8. Dezember: Die kosmische Wettervorhersage für den Jahreswechsel
Bearbeitet von: Uliana S.
Am 27. Dezember 2025 wurde auf der Sonne eine signifikante Sonneneruption der Klasse M5.1 registriert. Dieses Ereignis markierte die intensivste Eruption seit dem 8. Dezember desselben Jahres. Der Höhepunkt dieser Strahlungsfreisetzung, die am östlichen Rand der Sonnenscheibe stattfand, wurde um 01:50 Uhr UTC verzeichnet. Die gemessene Stärke der Eruption erreichte annähernd 50 Prozent der Schwelle, die für Ereignisse der höchsten Kategorie, der X-Klasse, gilt.
M5.1-Flare vom rückkehrenden Komplex AR 4294+4296+4298
Diese Beobachtung wurde umgehend von der Labor für Sonnenastronomie der Russischen Akademie der Wissenschaften, zu der das Institut für Weltraumforschung (IKI RAN) und das Institut für Sonnen- und Erdphysik (ISZF SO RAN) gehören, kommuniziert. Auffällig ist die Vermutung, dass sowohl die jüngste M5.1-Eruption als auch das vorherige starke Ereignis vom 8. Dezember, welches der Klasse X1.1 zugeordnet wurde, aus derselben aktiven Region auf der Sonne ihren Ursprung nahmen. Anfang Dezember befand sich dieser Aktivitätsherd noch am westlichen Rand der Sonnenkugel. In der Zwischenzeit hat die Sonne etwa zwei Drittel ihrer Rotation vollzogen, wodurch die aktive Region nun wieder auf der sichtbaren Seite, diesmal am östlichen Rand, erschienen ist.
Aktive Zone AR 4323 (ehemals AR 4294, 4296 und 4298) erscheint im Sichtfeld.
Aktuelle Analysen von Experten deuten darauf hin, dass sich zwei größere aktive Regionen auf die Erde zubewegen. Diese könnten in der Zeit vor den Neujahrsfeiertagen potenziell für weitere Eruptionen verantwortlich sein. Berechnungen zufolge werden diese Gebiete am 30. und 31. Dezember in einen Bereich der gesicherten Sichtbarkeit eintreten. Eines dieser Gebiete ist der wiederkehrende Fleckenkomplex 4294-4296-4298. Dieser Komplex war 2025 der größte seiner Art, bevor er am 12. oder 13. Dezember hinter der Sonne verschwand. Erste Schätzungen legen nahe, dass seine aktuelle Ausdehnung möglicherweise geringer ist als zuvor.
Im Hinblick auf das kosmische Wetter zeigte das Jahr 2025 eine bemerkenswerte geomagnetische Aktivität. Es stellte einen Rekord der letzten zehn Jahre hinsichtlich der Anzahl der Tage mit magnetischen Stürmen dar, und die Gesamtzahl der Störungen erreichte den höchsten Wert seit zwei Jahrzehnten. Professor Sergei Jazew von der Staatlichen Universität Irkutsk prognostiziert für das Jahr 2026 eine Abnahme der Tage mit geomagnetischen Stürmen, da sich die Sonnenaktivität insgesamt abschwächen dürfte. Dennoch sind vereinzelte Ausbrüche, möglicherweise bis zu zehn Eruptionen der X-Klasse, weiterhin denkbar. Maria Abunina vom IZMIRAN betonte, dass die geomagnetische Lage trotz des erwarteten Rückgangs angespannt bleiben wird, da das Sonnenmaximum noch nicht abgeschlossen ist.
Bezüglich der unmittelbaren Feiertage zeigen sich die Experten zurückhaltend in ihren Einschätzungen. Obwohl der Höhepunkt der erwarteten Eruptionsaktivität in die Neujahrszeit fallen könnte, wird die Wahrscheinlichkeit starker geomagnetischer Stürme exakt in der Silvesternacht (31. Dezember) als gering eingestuft. Dies liegt daran, dass die aktivsten Sonnenregionen zu diesem Zeitpunkt noch deutlich von der Linie Sonne-Erde entfernt sein werden. Zum Stand des 27. Dezembers wurde die geomagnetische Situation auf der Erde als ruhig bewertet, mit einer Sturmwahrscheinlichkeit von lediglich 3 Prozent. Auch die Prognose für die ersten Januartage 2026 lässt keine starken Störungen erwarten, allerdings wird für die Mitte des Januars eine deutliche Zunahme der geomagnetischen Aktivität vorhergesagt.
Obwohl die M5.1-Eruption am Rand der Sonnenscheibe stattfand, was die direkte Beeinflussung der Erdmagnetosphäre im Vergleich zu einem zentralen Ereignis mindert, hält die wissenschaftliche Gemeinschaft die Beobachtungen aufrecht. Die Forschungseinrichtungen weisen darauf hin, dass die Mehrheit der Sonneneruptionen nicht zu geomagnetischen Stürmen führt; nur etwa jede zehnte signifikante Eruption löst eine messbare Störung aus.
Quellen
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