Schwere Kältewelle: Frost, orkanstarke Böen und Schneefall in vielen Gebieten ab heute
Intensiver Schneefall und Frost beeinträchtigen Griechenland und den Balkan
Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17
Griechenland ist seit Donnerstag, dem 21. Januar 2026, von intensivem Schneefall, eisigen Bedingungen, Glatteis und starken Winden betroffen, was weitreichende Konsequenzen für die Infrastruktur und das tägliche Leben nach sich zieht. Die nationale Wetterbehörde, der Nationale Meteorologische Dienst (EMY), hatte bereits am Montag, dem 12. Januar 2026, vor einer Kältewelle gewarnt, die starke Winde, gefrierenden Regen und Schneefall in mehreren Regionen ankündigte. Die Temperaturen begannen bereits am Sonntagnachmittag stark zu sinken und sollen bis Mittwochmorgen sehr niedrig bleiben, wobei insbesondere in den nördlichen Gebieten Nachtfrost herrschte.
Die Zivilschutzbehörde gab Warnungen bezüglich der Straßenverhältnisse und möglicher Störungen wesentlicher Dienstleistungen heraus und forderte die Bürger auf, Reisen einzuschränken. Die schwersten Wetterlagen konzentrieren sich auf die nördlichen und semi-bergigen Zonen des Landes. Die Regionen Thessalien und Mazedonien melden erhebliche Beeinträchtigungen, wobei in Westmazedonien sowie in den Randgebieten von Trikala, Karditsa und Evrytania der stärkste Schneefall registriert wurde. In Epirus wird in den Bergregionen anhaltender Schneefall beobachtet; die Gemeinde Metsovo musste aufgrund der Schneemassen sogar den Notstand ausrufen. Bereits am 9. Januar 2026 hatten ähnliche winterliche Bedingungen in Metsovo und Trikala zur Schließung der Schulen geführt.
Die meteorologische Ursache für diese Ereignisse liegt in der Kollision arktischer Kaltluftmassen mit feuchterer Mittelmeerluft, was intensive Winterstürme auslöste, die als „Balkan Snow Bombs“ bezeichnet werden und mit der Bedrohung durch tiefe Schneemengen und Whiteout-Bedingungen einhergehen. In Thessalien wird in der gesamten Region intensiver Schneefall gemeldet, wobei die Schneehöhe in einigen Gebieten 40 Zentimeter überschreitet. Auf der Peloponnes erreichten die Schneehöhen in der Gegend von Chania beeindruckende 1,5 Meter, wobei für die Region weiterhin Schneefall prognostiziert wird. Selbst auf der Insel Rhodos wurden in Lardos 30 Zentimeter Schnee gemessen, was ebenfalls zur Schließung der Schulen führte. In Thessaloniki musste die Straße Chortiatis - Agios Vasileios aufgrund von frühmorgendlichem Schneefall gesperrt werden, obwohl die allgemeine Prognose für Thessaloniki im Januar 2026 eher mild war.
Die anhaltenden winterlichen Bedingungen im weiteren Balkanraum sind Teil eines größeren Musters, das durch einen starken arktischen Ausbruch ausgelöst wurde, bei dem die Temperaturen in weiten Teilen Europas 12 bis 15 °C unter den saisonalen Durchschnittswerten lagen. Die Balkanregion wurde bereits am 9. Januar 2026 von der vierten aufeinanderfolgenden schweren Schneesturmserie heimgesucht, was zu massiven Verkehrsbehinderungen führte, insbesondere in Serbien, wo der Notstand ausgerufen wurde. In Kroatien wurden wegen extremer Kälte mit Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius rote und orangefarbene Warnungen ausgegeben, wobei rund 700 Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten waren. Die Schneebedeckung in Griechenland hat sich seit Anfang Januar deutlich erhöht; Satellitendaten vom 12. Januar zeigten, dass etwa 19 % der Landfläche des Landes mit Schnee bedeckt waren, was leicht über dem saisonalen Durchschnitt für diese Jahreszeit liegt. Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen weiteren Schneefall, insbesondere in den höheren Lagen Griechenlands, was eine erhebliche Belastung für Transportwege und Energieversorgung darstellt.
Quellen
iefimerida.gr
Sport FM
RIK News
ERT News
Tanea
LiFO
