Hidden giant granite discovered beneath West Antarctic Ice Sheet phys.org/news/2025-10-h…
Untereisiger Granitschild in der Antarktis: Eine Entdeckung revolutioniert die Modelle des Gletscherverhaltens
Bearbeitet von: Uliana S.
Im Oktober 2025 erhielt die wissenschaftliche Gemeinschaft überzeugende Beweise für die Existenz massiver geologischer Strukturen, die unter der Eiskappe der Westantarktis verborgen liegen. Forscher des British Antarctic Survey (BAS) gaben die Entdeckung einer Granitplatte bekannt, die sich über eine Distanz von ungefähr 100 Kilometern erstreckt. Diese Platte befindet sich direkt unter der Aufsetzlinie des Pine Island Gletschers. Diese gigantische Formation, deren Mächtigkeit auf beeindruckende 7 Kilometer geschätzt wird, lieferte den entscheidenden Hinweis auf die Herkunft rosafarbener Granitblöcke, die zuvor auf den vulkanischen Gipfeln der Gudzin Mountains gefunden worden waren.
Diese isolierten Steine, deren Beschaffenheit in starkem Kontrast zur umgebenden Landschaft stand, stellten lange Zeit ein ungelöstes geologisches Rätsel dar. Es gelang den Wissenschaftlern, diese verstreuten Funde mit einem einzigen, tief begrabenen Massiv in Verbindung zu bringen. Dies wurde durch den Abgleich ihrer Fundorte mit gravimetrischen Anomalien möglich, welche aus der Luft erfasst wurden. Eine radioisotopische Analyse ergab, dass der Granit selbst in der Jurazeit, vor etwa 175 Millionen Jahren, entstanden ist. Damit ist er wesentlich älter als die Mehrzahl der umgebenden Gesteinsformationen.
Dieser Durchbruch wurde erst durch den Einsatz hochmoderner Luft- und Raumfahrttechnologien realisierbar. Dazu gehörten insbesondere hochpräzise Schwerkraftmessungen, die von Flugzeugen, darunter auch der Twin Otter, gesammelt wurden. Dr. Tom Jordan, der leitende Autor dieser Untersuchung, betonte, dass diese Entdeckung ein unschätzbares Verständnis für die Dynamik der antarktischen Landschaft vermittelt. Die Kenntnis der Geologie des unter dem Eis liegenden Untergrunds ist von fundamentaler Bedeutung, da sie maßgeblich bestimmt, wie das Eis über den Untergrund gleitet und wie Schmelzwasser abfließt. Diese Faktoren beeinflussen direkt die Geschwindigkeit des Eisverlusts in Regionen, die sich rasch verändern, wie etwa der Pine Island Gletscher, der zu den am schnellsten schmelzenden Gletschern der Antarktis zählt.
Die gewonnenen Daten ermöglichen eine signifikante Verbesserung der Computermodelle, die das zukünftige Verhalten des Eisschilds prognostizieren und somit die Risiken im Zusammenhang mit dem Anstieg des globalen Meeresspiegels bewerten. Die Analyse, wie sich das Eis in der Vergangenheit bewegt hat – beispielsweise während der letzten Eiszeit vor ungefähr 20 Tausend Jahren – erlaubt eine präzisere Kalibrierung dieser Vorhersagewerkzeuge. Derartige verborgene geologische Besonderheiten, wie dieser Granitschild, dienen als wichtige Referenzpunkte, die Aufschluss über die tiefgreifenden Mechanismen geben, welche den Zustand unseres Planeten steuern.
Diese jüngste Entdeckung fügt sich nahtlos in das Gesamtbild der regionalen Veränderungen ein. Bereits frühere Studien aus dem Jahr 2017 hatten die komplexe Topographie unter dem Pine Island Gletscher aufgedeckt, die dessen Reibung und Fließgeschwindigkeit beeinflusst. Darüber hinaus ist bekannt, dass die Ausdünnung und der Rückzug des Gletschers bereits Mitte der 1940er Jahre begannen, was mit klimatischen Phänomenen in Verbindung gebracht wird. Die nun erfolgte Entdeckung der Granitplatte bestätigt somit die These, dass die geologische Basis die Rahmenbedingungen für die Eiskappe vorgibt, während externe Faktoren diese verborgenen Potenziale aktivieren und beschleunigen.
Quellen
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