𝗘𝗮𝘀𝘁 𝗔𝗻𝘁𝗮𝗿𝗰𝘁𝗶𝗰𝗮'𝘀 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗶𝗼𝗿 𝗶𝘀 𝘄𝗮𝗿𝗺𝗶𝗻𝗴 𝗳𝗮𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗮𝗻𝗱 𝘁𝗵𝗮𝗻 𝗶𝘁𝘀 𝗰𝗼𝗮𝘀𝘁𝗮𝗹 𝗮𝗿𝗲𝗮𝘀 - 𝗯𝘂𝘁 𝗰𝗹𝗶𝗺𝗮𝘁𝗲 𝗰𝗵𝗮𝗻𝗴𝗲 𝗶𝘀𝗻'𝘁 𝘁𝗵𝗲 𝗰𝗮𝘂𝘀𝗲 Scientists have discovered that East Antarctica's interior is warming faster than
Ost-Antarktis: Innere Regionen erleben beschleunigte Erwärmung
Bearbeitet von: Uliana S.
Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in Nature Communications, zeigt eine besorgniserregende Erwärmung im Inneren der Ostantarktis. Zwischen 1993 und 2022 stiegen die jährlichen Durchschnittstemperaturen dort um 0,45 bis 0,72 Grad Celsius pro Jahrzehnt, was die globale Durchschnittsrate übertrifft. Diese Daten stammen von drei unbemannten Wetterstationen: Dome Fuji, Relay und Mizuho, die seit den 1990er Jahren kontinuierlich Daten sammeln.
Im Gegensatz zu den Küstenregionen der Antarktis, die keine signifikanten Erwärmungstrends aufweisen, zeigt das Innere des Kontinents eine deutliche Aufwärtstendenz. Forscher führen diese Erwärmung auf ein komplexes Zusammenspiel von Faktoren zurück, wobei Veränderungen im südlichen Indischen Ozean eine Schlüsselrolle spielen. Ein bisher in Klimamodellen nicht erfasster Mechanismus beinhaltet eine Intensivierung ozeanischer Fronten, die ein „Dipol-Muster“ erzeugen und warme Luftmassen ins Landesinnere ziehen.
Diese beschleunigte Erwärmung im Inneren der Ostantarktis deutet darauf hin, dass bestehende Vorhersagen für zukünftigen Eisverlust möglicherweise zu optimistisch sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, diese neuen Erkenntnisse in Klimamodelle zu integrieren, da der rasante Temperaturanstieg Küstenregionen früher als erwartet beeinflussen könnte, was potenziell Auswirkungen auf den globalen Meeresspiegel hat.
Studien zeigen, dass der antarktische Eisschild insgesamt an Masse verliert, wobei sich dieser Verlust seit Anfang des Jahrtausends beschleunigt hat. Zwischen 1992 und 2001 lag der Eisverlust bei etwa 51 Gigatonnen pro Jahr, während er im Zeitraum 2012-2016 bereits 199 Gigatonnen pro Jahr betrug. Die Ostantarktis selbst birgt genug Eis, um den globalen Meeresspiegel langfristig um mehr als 50 Meter anzuheben, während der Verlust des westantarktischen Eisschildes etwa fünf Meter ausmachen würde. Die verstärkten Westwinde, die seit den 1980er Jahren beobachtet werden, verschieben den Zirkumpolarstrom nach Süden und könnten zu erhöhten Niederschlagswerten führen, was wiederum die Eisdynamik beeinflusst.
Quellen
Frankfurter Rundschau
Record High Temperatures in the Ocean in 2024
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