Vierte Vorschule Evkarpia erhält Europäischen Preis für innovative Pädagogik 2025

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die Vierte Vorschule von Evkarpia in der Gemeinde Pavlos Melas wurde mit dem Europäischen Preis für innovative Pädagogik (European Innovative Teaching Award, EITA) 2025 ausgezeichnet. Diese Ehrung folgt auf den erfolgreichen Abschluss eines zentralen Vorhabens im Rahmen des Erasmus+-Programms mit der Kennung 2022-1-EL01-KA122-SCH-000075580, das den Titel „Technologie und Demokratie in der Vorschule durch innovative pädagogische Ansätze“ trug.

Im Rahmen des EITA 2025 ehrte die Europäische Kommission insgesamt 117 Lehrkräfte und Schulen aus mehr als 30 Ländern für herausragende Erasmus+-Projekte, die sich der Förderung der aktiven Bürgerschaft widmen. Das zentrale Thema des Preises für 2025 lautete „Bürgerschaftliche Bildung – Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und zivilgesellschaftliches Engagement“. Die thematische Ausrichtung unterstreicht das Engagement der Kommission für inklusive und resiliente Gesellschaften durch Bildung, insbesondere im Kontext zunehmender Polarisierung.

Das prämierte pädagogische Konzept der Einrichtung kombiniert moderne Methoden wie Performance Based Learning und das Thinking out of the Box-Prinzip mit etablierten progressiven Ansätzen wie der Reggio Emilia-Pädagogik und der Erziehung im Freien (Outdoor Education). Die Reggio Emilia-Philosophie, deren Ursprünge im Italien der Nachkriegszeit liegen, fördert selbstgesteuertes, erfahrungsbasiertes Lernen in beziehungsorientierten Umgebungen, wobei das Umfeld als „dritter Lehrer“ fungiert. Die Schule setzt dies in spezialisierten Lernzonen um, darunter ein Atelier Reggio Emilia mit Bereichen für Fotografie, Mechanik, Robotik, Gartenarbeit und Spielplatzaktivitäten.

Die Anerkennung fand ihren Höhepunkt in zwei Abschlusszeremonien: Einer Preisverleihung in Brüssel, bei der die Direktorin der Schule, Gianna Kaplani, die Auszeichnung entgegennahm, sowie einer Veranstaltung in Athen am 8. und 9. Dezember 2024, organisiert vom IKY (Staatliche Stiftung für lebenslanges Lernen). Das IKY koordiniert seit 2014 die griechischen Erasmus+-Aktivitäten. Die ausgezeichneten Projekte demonstrieren, wie Lernende Fähigkeiten für die aktive Teilnahme am öffentlichen Leben und die Förderung von EU-Werten wie Freiheit und Solidarität erwerben.

Die Schule ergänzt ihr Angebot durch sensorische Lernbereiche, die einen Sinnesraum, einen Duftkreis, einen Sinnespfad sowie einen Aromagarten umfassen, um die ganzheitliche Entwicklung der Kinder zu fördern. Die Implementierung des Erasmus+ KA122-Projekts, das Mobilitätserfahrungen ermöglichte, stellt ein Beispiel für die Prioritäten des Erasmus+-Programms 2021-2027 dar, welches einen starken Fokus auf soziale Inklusion, den grünen und digitalen Wandel sowie die Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben legt.

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Quellen

  • emakedonia.gr

  • GRTimes

  • Enallaxnews.gr

  • Alfavita

  • Parallaxi

  • Thesstoday

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