Botschafter Manzo fördert Kulturdiplomatie und Bildungskooperation zwischen Italien und der Türkei

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Der italienische Botschafter in der Türkei, Giuseppe Manzo, der sein Amt am 19. Januar 2026 antrat, verfolgt eine Kulturdiplomatie, die auf künstlerischen Ausdrucksformen, Design und Bildung basiert, um nachhaltige bilaterale Beziehungen zu festigen. Manzo, der bereits als Botschafter in Buenos Aires (2018–2021) und Belgrad (2013–2018) tätig war, verfügt über umfangreiche Erfahrung aus früheren Stationen in Washington und bei der Ständigen Vertretung Italiens bei den Vereinten Nationen während der Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat (2005–2009).

Seine diplomatische Auffassung integriert die menschliche Interaktion und den emotionalen Unterton, was sich in der Nutzung des gesamten Spektrums der italienischen Identität zeigt: Kunst, Musik, Film, Gastronomie und Design, eng verbunden mit der industriellen Stärke des Landes. Das Jahr 2026 markiert das 170. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Türkei und Italien, die ursprünglich im Jahr 1856 stattfanden. Manzo sieht in diesem Anlass eine Gelegenheit, die Facetten des „italienischen Genies“ dem türkischen Publikum näherzubringen und eine kulturelle Erzählung zu pflegen, welche die gemeinsamen Verantwortlichkeiten beider Nationen bei der Gestaltung des Mittelmeerraums als Dialogknotenpunkt hervorhebt.

Ein zentrales Instrument dieser Agenda ist die aktive Kommunikation, da Stille Raum für Desinformation lasse, weshalb absolute Präzision unabdingbar sei. Konkret fördert Manzo das Programm „Invest Your Talent in Italy“ (IYT), das ausländischen Studierenden Master- und Postgraduiertenkurse in englischer Sprache an führenden italienischen Universitäten ermöglicht. Das Programm, das seit 2005 existiert, zielt auf die Internationalisierung des akademischen Sektors Italiens ab.

Die IYT-Stipendien beinhalten typischerweise ein monatliches Stipendium von 1.000 Euro netto für neun Monate, unterstützt durch die italienische Regierung und die Italienische Handelsagentur ICE. Ein wesentlicher Bestandteil sind obligatorische Praktika von drei bis vier Monaten bei führenden italienischen Unternehmen, wodurch die Verbindung zwischen akademischer Ausbildung und industriellen Anforderungen gestärkt wird. Die geförderten Fachbereiche umfassen Ingenieurwesen, fortgeschrittene Technologien, Architektur, Design sowie Wirtschafts- und Managementwissenschaften. Durch die Schaffung dieser Bildungsbrücken legt Botschafter Manzo den Grundstein für eine zukunftsorientierte, auf gegenseitigem kulturellem Verständnis basierende italienisch-türkische Partnerschaft, die über tagespolitische Schwankungen hinaus Bestand hat.

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Quellen

  • Daily Sabah

  • Daily Sabah

  • Ambasciata d'Italia in Turchia

  • Republic of Türkiye Ministry of Foreign Affairs

  • Wikipedia

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