AT T führt Samsung-basiertes Kinder-Smartphone amiGO Jr. in den USA ein

Bearbeitet von: Tetiana Pin

AmiGO Jr. Telefon AT&T

AT&T hat am 6. Februar 2026 die Einführung des amiGO Jr. Phones bekannt gegeben, das als erstes von einem US-Mobilfunkanbieter konzipiertes Smartphone speziell für Kinder positioniert wird. Dieser Schritt markiert einen strategischen Vorstoß des Telekommunikationsunternehmens in den Bereich der digitalen Sicherheit für Familien, indem die Hardware-Expertise von Samsung mit proprietärer Sicherheitssoftware von AT&T kombiniert wird. Die Entwicklung zielte darauf ab, Eltern erweiterte Kontrolle und ihren Kindern ein vereinfachtes digitales Nutzungserlebnis zu ermöglichen.

Erin Scarborough, Senior Vice President für Revenue Management und Kommerzialisierung bei AT&T, hob hervor, dass der Entwicklungsprozess in direktem Dialog mit Eltern und Kindern stattfand, um auf den Bedarf nach besseren Werkzeugen für die digitale Welt zu reagieren. Technisch basiert das amiGO Jr. Phone auf der Samsung Galaxy A16 Hardware, die unter dem Betriebssystem Android 16 läuft und über 128 GB internen Speicher verfügt. Das Gerät ist mit einem 6,7-Zoll-Bildschirm ausgestattet und verfügt über ein Hauptkamera-System mit 50 Megapixeln, ergänzt durch Ultraweitwinkel- und Makro-Linsen, was Spezifikationen ähneln, die auch beim Galaxy A16 5G zu finden sind. Zusätzlich gewährleistet die IP54-Zertifizierung Schutz gegen Staub und Wasser und erhöht somit die Alltagstauglichkeit für jüngere Nutzer.

Das zentrale Element der Sicherheitsarchitektur ist die kostenlose Anwendung AT&T amiGO, die exklusiv mit diesem Kinder-Smartphone funktioniert. Über die zugehörige App auf dem Smartphone der Eltern können wesentliche Parameter wie Bildschirmzeit, App-Nutzung, Inhaltsbeschränkungen und Standortfreigabe granular verwaltet werden. Ein Schlüsselaspekt sind die „Schedules“ (Zeitpläne), die Eltern die Festlegung ablenkungsfreier Zeiten, etwa während des Schulunterrichts, erlauben. Diese tiefgreifende, anbieterseitige Integration von Kontrollmechanismen unterscheidet das Produkt von Lösungen, die auf nachträglich installierter Drittanbieter-Software basieren.

Die Preisgestaltung zielt auf eine breite Akzeptanz ab: Das Gerät wird für eine monatliche Rate von 2,99 US-Dollar über eine 36-monatige Vereinbarung angeboten, vorausgesetzt, es liegt ein qualifizierender Postpaid-Dienst vor. Diese monatliche Belastung für das Gerät ist niedriger als der geschätzte Einzelkaufpreis des Galaxy A16 von rund 200 US-Dollar. Allerdings ist für die Nutzung eine eigene, dedizierte Mobilfunkleitung auf einem berechtigten AT&T Postpaid-Tarif erforderlich, was die Gesamtkosten durch notwendige Servicegebühren erhöht. Parallel zur Markteinführung des Telefons präsentierte AT&T auch die zweite Generation der zugehörigen Wearable-Technologie, die AT&T amiGO Jr. Watch 2.

AT&T begründet die Markteinführung mit einer klaren demografischen Notwendigkeit, da das Unternehmen angibt, dass 40 % seiner aktuellen Kundschaft Eltern sind. Eine von AT&T zitierte Statistik belegt, dass 70 % der Eltern Sicherheitsfunktionen wie Notrufe und Echtzeit-Standortverfolgung für ein Kinder-Smartphone wünschen. Die Einführung des amiGO Jr. Phone positioniert AT&T als proaktiven Akteur, der darauf abzielt, die Markentreue frühzeitig zu sichern und sich im wachsenden US-Marktsegment für Kindersicherheitslösungen zu etablieren. Die Strategie, bewährte Samsung-Hardware zu nutzen, minimiert das Entwicklungsrisiko und erlaubt es AT&T, sich auf die Differenzierung durch die Softwareebene zu konzentrieren.

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Quellen

  • Begeek.fr

  • ZDNET

  • Sammy Fans

  • Mobile World Live

  • CNET

  • AT&T Blog

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