Travis Scott enthüllt Tokio-inspiriertes Video zu „PBT“ mit Tyla und Vybz Kartel

Bearbeitet von: Inna Horoshkina One

Travis Scott, Tyla, Vybz Kartel - PBT

Ein Musikvideo kann mehr sein als nur eine visuelle Untermalung; es kann eine Momentaufnahme der globalen Klanglandschaft darstellen. Travis Scotts neueste Veröffentlichung, der Track „PBT“, ist ein Paradebeispiel dafür, wie Musik heute Kontinente miteinander verschmilzt.

In „PBT“ vereint Scott drei unterschiedliche musikalische Zentren in einem einzigen Stück: Er selbst repräsentiert die Vereinigten Staaten, Tyla bringt den Sound aus Südafrika ein, und Vybz Kartel steuert jamaikanische Einflüsse bei. Als Kulisse für dieses multikulturelle Zusammentreffen wählte Scott Tokio – eine Metropole, in der futuristische Neonlichter seit Langem harmonisch neben tief verwurzelten Traditionen existieren.

Regisseur Nabil (Nabil Elderkin) inszeniert den nächtlichen Megalopolis als ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Elemente wie die beleuchteten Hotelkorridore, die flackernden Lichter und der nasse Asphalt dienen als visuelle Entsprechung dessen, was der Song auf akustischer Ebene leistet: Hip-Hop, Afrobeats und Dancehall hören auf, als isolierte Genres betrachtet zu werden, und verschmelzen stattdessen zu einem einzigen, treibenden Puls.

Der Song „PBT“ ist Teil des Albums JACKBOYS 2 von Cactus Jack, das bei seinem Start die Spitze der Billboard 200 eroberte und beeindruckende Zahlen bei den äquivalenten Verkäufen verzeichnete. Auf dem Papier mag dies ein weiterer Erfolg in der Karriere eines Superstars sein. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sich jedoch einige wichtige Nuancen der Zusammenarbeit:

  • Dies markiert die erste offizielle Kollaboration zwischen Travis Scott und Vybz Kartel.
  • Die Verbindung zu Tyla, die bereits durch das Remix zu „Water“ etabliert wurde, wirkt in dieser neuen Konstellation reifer und klanglich dichter.
  • Das Video positioniert Tokio nicht bloß als stilvolle Kulisse, sondern als einen integralen Bestandteil des Gesamtwerks. Asien fungiert hier nicht als bloße Dekoration, sondern als Knotenpunkt für einen globalisierten Sound.

Die gesamte Produktion fühlt sich nicht wie eine erzwungene „Feature für Reichweite“ an. Vielmehr scheint sie die neue musikalische Normalität widerzuspiegeln: Die Welt wartet nicht mehr auf die deklarierten „Kollaborationen des Jahres“; sie lebt bereits im Modus verschmolzener Rhythmen, wo Playlists schneller wachsen als nationale Grenzen.

Was diese Premiere dem globalen Sound hinzufügt

Diese Premiere liefert der weltweiten Musiklandschaft eine weitere, sehr deutliche Botschaft. Sie unterstreicht, dass unsere Reisepässe zwar unterschiedliche Länder ausweisen und unsere persönlichen Biografien voneinander abweichen mögen, der gemeinsame Beat, auf den wir uns einlassen, jedoch mühelos jede Art von Barriere überwinden kann.

Wir neigen dazu, Grenzen als starre Linien auf einer Landkarte zu definieren. Doch die Musik demonstriert uns immer wieder aufs Neue: Grenzen sind letztlich nichts weiter als die Pausen zwischen den Noten.

23 Ansichten

Quellen

  • IOL

  • Wikipedia

  • pm studio world wide music news

  • Noise11.com

  • antiMusic

  • Rap-Up

Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.