Kabeaushé – «WE HAVE OURSELVES A SHEKDOWN»: Das Experiment wird zum Spiegel der Ära

Bearbeitet von: Inna Horoshkina One

KABEAUSHÉ - Wir haben unseren eigenen SHEKDOWN

Manche Musikstücke klingen wie ein Lied. Andere wiederum wirken wie ein Riss, durch den eine neue Form in die Realität sickert. «SHEKDOWN» ist genau solch ein Bruch.

KABEAUSHÉ - ICH BRAUCHE DICH NICHT, ALSO KANNST DU MIR SAGEN, OB ICH GUT BIN.

Am 28. November 2025 veröffentlicht der experimentelle Künstler Kabeaushé, dessen Wurzeln in Kenia liegen und der sich aktuell über den Berliner Rhythmus definiert, seine neue Single «WE HAVE OURSELVES A SHEKDOWN». Diese Veröffentlichung stellt das zweite Teilstück seines kommenden Konzeptalbums KABEAUSHÉ PRESENTS: IGGY SWAGGERING UNGRATEFUL INCESSANT LITTLE PEEEAAAAAAA dar, dessen vollständige Premiere für den 27. Februar 2026 angesetzt ist.

Die musikalische Komposition ist eine faszinierende Verschmelzung aus Glitch-Elementen, Industrieklängen, barocken Klangstrukturen und theatralischen Vokallinien. Im Zentrum der Erzählung steht die Figur des Herrn Iggy, der als Herrscher seines fiktiven Königreichs Dörf dargestellt wird. Dieser erlebt gerade einen Moment des Bruchs, des Machtverlusts und einer sich ausbreitenden Paranoia. Marschierende Trommeln, orchestrale Ausbrüche und ein scharfkantiger vokaler Einschnitt erzeugen eine filmische Dichte, die an den dramatischen Ausdruck des deutschen Stummfilms erinnert.

Die Klanglandschaft des Ereignisses – Was sie dem globalen Rhythmus hinzufügt

Im Jahr 2025 etabliert sich die experimentelle Musikszene nicht mehr als Randerscheinung, sondern vielmehr als das Nervensystem der modernen Musik. «SHEKDOWN» demonstriert eindrücklich, wie Ostafrika den Avantgarde-Gedanken neu erfindet. Dabei wird Europa nicht einfach kopiert, sondern vielmehr werden dessen Schatten erweitert. Dieser Track ist eingebettet in eine globale Bewegung, in der die Kultur jene Aspekte an die Oberfläche befördert, die sonst verborgen bleiben: innere Zerrüttungen, tief sitzende Ängste und die Dynamik von Machtwechseln.

Der Sound von Kabeaushé lässt sich nicht auf ein einzelnes Genre reduzieren. Er fungiert vielmehr als ein deutliches Signal dafür, dass Musik die Grenzen etablierter Formen überschreitet und beginnt, die Sprache der Psyche unserer Epoche zu sprechen. Es ist ein Aufruf, das Ungewohnte zuzulassen, um die musikalische Zukunft zu hören.

Gerade diese Form der Seltsamkeit sollte nicht als Abweichung betrachtet werden; sie ist vielmehr ein Tor zu neuen Ausdrucksformen. Solche Künstler zeigen uns, dass die Trennlinie zwischen Musik, Theater, Film und unseren inneren Erlebniswelten weitaus dünner ist, als wir gemeinhin annehmen.

Es ist klar: «SHEKDOWN» ist kein Stück zum Entspannen oder um in den Schlaf zu finden. Vielmehr entfaltet es einen verborgenen Impuls im Inneren des Hörers und fordert zur Auseinandersetzung auf.

Quellen

  • Clash Magazine

  • KABEAUSHÉ 'WE HAVE OURSELVES A SHEKDOWN's' Is A Feverish Art-Pop Odyssey

  • KABEAUSHÉ | Komische Oper Berlin

  • Kabeaushé (Berlin, Kenya) | Concert at Humboldt Forum

  • KABEAUSHÉ: albums, songs, concerts | Deezer

  • Introducing Kabeaushé: Announcement of their new album on Monkeytown and release of the 1st single! – Monkeytown Records

Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?

Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.