Filmkritiker feiern Yoon Ga-euns „Welt der Liebe“ nach Festivalerfolgen

Bearbeitet von: An goldy

Der südkoreanische Spielfilm „Welt der Liebe“ (Originaltitel: „Segye-ui Chu-in“), inszeniert und verfasst von der Regisseurin Yoon Ga-eun, sorgt international und im Inland für beachtliche Resonanz. Das 119-minütige Werk beleuchtet die Geschichte der 17-jährigen Oberschülerin Chu-in, verkörpert von der Newcomerin Seo Su-bin. Ihre ersten romantischen Erfahrungen nehmen eine unvorhergesehene Wendung, nachdem sie in einem Moment der Verärgerung eine unbedachte Äußerung tätigt.

Yoon Ga-eun, bekannt für ihre sensible Darstellung jugendlicher Themen, meldet sich nach einer Schaffenspause von sechs Jahren zurück; ihr letzter Film war „The House of Us“ aus dem Jahr 2019. Die Weltpremiere von „Welt der Liebe“ fand am 7. September 2025 statt. Dort lief der Film in der „Platform“-Sektion des 50. Seoul International Film Festivals (TIFF) und markierte damit das erste Mal, dass ein koreanischer Beitrag in diesem Wettbewerbsbereich vertreten war. Das Werk konkurrierte um den mit 20.000 kanadischen Dollar dotierten „Platform“-Preis.

Neben der Hauptdarstellerin Seo Su-bin gehört Chang Hye-jin, die bereits im Filmhit „Parasite“ mitwirkte, zum Ensemble. Sie übernimmt die Rolle der Mutter der Protagonistin. Die künstlerische Qualität des Films wurde durch die Festivalteilnahmen, unter anderem beim Warschauer und dem Pingyao International Film Festival, untermauert.

Der Kinostart in Südkorea erfolgte am 22. Oktober 2025, unterstützt durch den Verleih Barunson E&A. Die breite Anerkennung durch die Kritik bestätigt die kulturelle Tragweite dieses unabhängigen Filmprojekts. Insbesondere Regisseur Bong Joon-ho lobte „Welt der Liebe“ öffentlich als Meisterwerk. Er stellte Yoon Ga-eun damit in eine Reihe mit Größen wie Abbas Kiarostami und Hirokazu Kore-eda, insbesondere wegen ihrer Fähigkeit, mit jungen Darstellern zu arbeiten.

Der Film behandelt sensible Themen wie jugendliche Sexualität, Liebe und erlittene Traumata. Yoon Ga-eun erklärte, dass sie bewusst darauf verzichtete, die traumatischen Momente explizit darzustellen, um die Delikatesse der Erzählung zu wahren. Diese erzählerische Zurückhaltung scheint bei Publikum und Fachleuten gut angekommen zu sein.

Trotz einer anfänglich begrenzten Leinwandpräsenz entwickelte der Film eine bemerkenswerte Mundpropaganda-Dynamik. Diese Empfehlungen trugen dazu bei, dass die Zuschauerzahl die Marke von 80.000 Besuchern erreichte. Damit sicherte sich das Independent-Drama einen beeindruckenden vierten Platz in der allgemeinen koreanischen Kino-Rangliste – ein beachtlicher Erfolg für ein nicht-kommerzielles Werk.

Der Erfolg des Films strahlte auch auf andere Bereiche aus. Das Drehbuch wurde als gebundenes Buch veröffentlicht und avancierte umgehend zum Bestseller in den Vorbesteller-Charts großer Buchhändler wie Aladin und Kyobo Book Centre. Letztlich bietet die Geschichte einen tiefgründigen Einblick in die Themen persönliche Verantwortung und die Fähigkeit junger Frauen, sich von schweren Erlebnissen zu erholen und Widerstandsfähigkeit zu zeigen.

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Quellen

  • NewsBytes

  • Cinema Escapist

  • The Modern Hermit

  • Wikipedia

  • Loud And Clear Reviews

  • The Korea Herald

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