Das 6. Rumänische Filmfestival in Washington präsentiert „Neue Rumänische Perspektiven“

Bearbeitet von: An goldy

Vom 13. bis zum 16. November 2025 wird in Washington, D.C., die sechste Ausgabe des Rumänischen Filmfestivals abgehalten. Dieses Ereignis stellt eine wichtige Plattform für den kulturellen Austausch zwischen Rumänien und den Vereinigten Staaten dar und dient der Vertiefung der bilateralen Beziehungen durch die Kunst. Die Veranstaltung, die in Kooperation der Botschaft Rumäniens in den USA und des Rumänischen Kulturinstituts in New York organisiert wird, findet im renommierten Kino AMC Georgetown 14 statt. Das viertägige Programm hat das erklärte Ziel, die kreative Stärke und die anhaltende Lebendigkeit des zeitgenössischen rumänischen Filmschaffens erneut eindrücklich zu demonstrieren und einem amerikanischen Publikum näherzubringen.

Das Programm des Festivals, das unter dem Titel „Neue Rumänische Perspektiven“ firmiert, wurde vom bekannten Filmkritiker Mihai Fulger sorgfältig kuratiert. Fulger, der seit 2008 Mitglied der FIPRESCI ist und am Institut für Kunstgeschichte der Rumänischen Akademie arbeitet, hat ein Repertoire von sechs aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen zusammengestellt, das die Bandbreite der Genres widerspiegelt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Werk „Jaful Secolului“ (Das Jahrhundertraub), welches die offizielle Einreichung Rumäniens für die Oscar-Verleihung 2026 in der Kategorie „Bester Internationaler Film“ ist.

Das packende Drama „Jaful Secolului“ wurde von Teodora Ana Mihai inszeniert, wobei Cristian Mungiu das Drehbuch verfasste. Die Handlung nimmt ihren Ursprung in dem tatsächlichen Diebstahl von Werken Picassos, Monets und Gauguins, der sich 2012 in Rotterdam ereignete. Der Film beleuchtet tiefgründig die Themen soziale Ungleichheit und die Suche nach einem besseren Schicksal. In der Hauptrolle brilliert Anamaria Vartolomei, die bereits international ausgezeichnet wurde, darunter mit dem Preis für die beste Darstellerin beim Internationalen Filmfestival Tokio. Bemerkenswert ist, dass diese rumänisch-belgisch-niederländische Koproduktion bereits 2024 den Großen Preis des Filmfestivals Warschau gewinnen konnte.

Das rumänische Kino hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten einen Namen gemacht, der auf feinsinniger Erzählkunst und moralischer Tiefgründigkeit beruht. Es vermeidet einfache Antworten auf komplexe ethische Dilemmata und regt die Zuschauer zur intensiven Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur an. Den Besuchern des Festivals wird nicht nur die Filmvorführung geboten, sondern auch die Chance auf einen direkten Austausch mit den Filmschaffenden. Geplant sind Fragerunden (Q&A-Sessions) mit der Schauspielerin Daniela Nană (bekannt aus dem Film „Comatose“) und dem Regisseur Tudor D. Popescu (vom Film „Nasty“). Zudem wird Regisseurin Teodora Ana Mihai, die Schöpferin des Oscar-Kandidaten, eine Online-Begegnung mit dem Publikum abhalten, um Einblicke in ihre Arbeit zu gewähren. Der Eintritt zu sämtlichen Vorstellungen ist nach vorheriger Registrierung kostenfrei, was die Bedeutung dieses Projekts der kulturellen Diplomatie unterstreicht und es einem breiten Kreis von Filmliebhabern zugänglich macht, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten.

Quellen

  • Stiri pe surse

  • Romanian Film Festival DC

  • Romania selects ‘The Heist of the Century’ as official submission for 2026 Oscars | Romania Insider

  • "The Heist of the Century", Romania's proposal for the 2026 Oscars comes to "About Films"

Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?

Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.