Richard Linklaters „Nouvelle Vague“ führt Nominierungen für den 51. César an

Bearbeitet von: An goldy

Der US-amerikanische Regisseur Richard Linklater hat mit seinem neuesten Werk „Nouvelle Vague“ einen Volltreffer bei der französischen Filmakademie gelandet. Die Produktion, die sich intensiv mit der Entstehung der legendären französischen Filmbewegung auseinandersetzt, führt das Feld der Nominierten für die 51. César-Verleihung mit beeindruckenden zehn Nennungen an. Der Film tritt unter anderem in den Königskategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“ an. In ästhetischem Schwarz-Weiß gehalten, rekonstruiert Linklater die Dreharbeiten zu Jean-Luc Godards bahnbrechendem Meisterwerk „Außer Atem“ aus dem Jahr 1960. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Guillaume Marbeck, dessen Darstellung des jungen Godard ihm eine Nominierung als bester Nachwuchsdarsteller einbrachte.

Die feierliche Gala zur Verleihung dieser prestigeträchtigen Auszeichnungen, die die herausragenden Leistungen des französischen Kinos im Jahr 2025 würdigt, ist für Donnerstag, den 26. Februar 2026, angesetzt. Veranstaltungsort ist der geschichtsträchtige Saal „Olympia“ in Paris. In diesem Jahr wird die bekannte Schauspielerin Camille Cottin der Jury als Präsidentin vorstehen, während Benjamin Lavernhe als charmanter Gastgeber durch den Abend führen wird. Kinofans können die gesamte Zeremonie live über den Sender Canal+ verfolgen.

Die Konkurrenz für Linklaters Werk ist jedoch beachtlich, da drei weitere Produktionen jeweils acht Nominierungen erhalten haben. Dazu zählen das emotionale Drama „L'Attachement“ von Carine Tardieu sowie der packende Film „Dossier 137“ von Dominik Moll. Ebenfalls achtmal nominiert ist Stéphan Demoustiers „L'Inconnu de la Grande Arche“, ein Werk, das die faszinierende Geschichte eines dänischen Architekten erzählt, der in den frühen 1980er Jahren den Auftrag erhielt, die monumentale Grande Arche im Pariser Viertel La Défense zu entwerfen. Sowohl Tardieu als auch Moll konkurrieren mit ihren Filmen direkt um die begehrte Trophäe in der Kategorie „Bester Film“.

Im weiteren Feld der Nominierten finden sich ebenso starke künstlerische Stimmen. Hafsia Herzis Film „La Petite Sœur“ geht mit sieben Nominierungen ins Rennen, während Thierry Chiffres „La Femme la plus riche du monde“ sechs Gewinnchancen verbuchen konnte. Für eine handfeste Überraschung sorgte hingegen die vergleichsweise geringe Anerkennung für Jafar Panahis „A Simple Misfortune“. Obwohl das Werk bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 mit der Goldenen Palme geehrt wurde, erhielt es bei den Césars lediglich zwei Nominierungen. Besonders auffällig ist, dass Panahi selbst in der Kategorie der besten Regie nicht berücksichtigt wurde.

Seit seinem Kinostart am 8. Oktober in Frankreich konnte „Nouvelle Vague“ bereits rund 133.000 Zuschauer in die Kinosäle locken. Der zuständige Verleih ARP Selection setzt nun auf den Rückenwind der Nominierungen und plant eine erneute Veröffentlichung in den Kinos für den 25. Februar, unmittelbar vor der großen Gala. Damit soll das öffentliche Interesse kurz vor der Preisvergabe noch einmal gesteigert werden. Zum Vergleich: Panahis politisch aufgeladenes iranisches Drama startete bereits am 1. Oktober 2025 in den französischen Lichtspielhäusern.

Neben den Wettbewerbskategorien wird die Zeremonie auch einen besonderen Moment für das internationale Kino bereithalten. Der US-amerikanische Schauspieler Jim Carrey wird mit dem Ehren-César für sein außergewöhnliches Lebenswerk ausgezeichnet. Die Filmakademie würdigte seine Karriere als „außergewöhnlich vielseitig“ und betonte seinen maßgeblichen Einfluss auf die Filmwelt über viele Jahrzehnte hinweg.

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Quellen

  • France Antilles Mqe

  • Courrier picard

  • timeline

  • Libération

  • Wikipédia

  • Konbini

  • Léman Bleu

  • Wikipédia

  • Libération

  • Académie des César

  • CNews

  • Boxoffice Pro

  • Yahoo News Canada

  • ScreenDaily

  • Yahoo News Canada

  • Wikipédia

  • Boxoffice Pro

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