Emir Hadžihafizbegović gewinnt den Preis für den besten Hauptdarsteller beim 35. Filmfestival Cottbus für „Lijepa večer, lijep dan“

Bearbeitet von: An goldy

Der bosnische Schauspieler Emir Hadžihafizbegović wurde beim 35. Filmfestival Cottbus, das vom 4. bis zum 9. November 2025 stattfand, mit der höchsten Auszeichnung geehrt: dem Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller. Diese prestigeträchtige Anerkennung erhielt er für seine zentrale Rolle in dem kroatischen Film „Lijepa večer, lijep dan“ (zu Deutsch etwa „Schöner Abend, schöner Tag“), bei dem Ivona Juka Regie führte. Für seine herausragende Leistung wurde Hadžihafizbegović ein Preisgeld von 5.000 Euro zugesprochen, was exakt der Summe entspricht, die traditionell für den besten Schauspieler bei diesem Forum vorgesehen ist.

Das Festival in Cottbus gilt als eine der führenden Plattformen für das osteuropäische Kino. In diesem Jahr präsentierte die Veranstaltung in ihren verschiedenen Sektionen beeindruckende 130 Filme aus 40 Ländern. Die internationale Jury lobte die schauspielerische Darbietung Hadžihafizbegovićs in höchsten Tönen. Sie beschrieb seine Arbeit als „mutig in ihrer Ungewissheit, kraftvoll in ihrer Zurückhaltung und unvergesslich in ihrer Authentizität“. Dies ist bereits die dritte Ehrung für Hadžihafizbegović bei dem deutschen Filmforum in Cottbus, was seine anhaltende internationale Bedeutung eindrücklich unterstreicht. Zuvor hatte er bereits vergleichbare Auszeichnungen für seine Rollen in dem kroatischen Film „Takva su pravila“ von Ognjen Sviličić und in der slowenischen Produktion „Čefurji raus!“ von Goran Vojnović erhalten.

Der Triumph beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Hauptdarsteller. Der Film „Lijepa večer, lijep dan“ selbst feierte einen dreifachen Erfolg: Er gewann sowohl den Hauptpreis des Festivals, der mit 15.000 Euro dotiert war, als auch den begehrten Publikumspreis. Die Jury hob hervor, dass der Film einen mutigen Ansatz verfolge, um unerzählte Geschichten zu beleuchten und eine ehrliche Auseinandersetzung mit vergangenen Wunden zu ermöglichen – ein wichtiger Beitrag zur regionalen Filmkultur. Die Produktion aus dem Jahr 2024, in der auch Elmir Krivalić, Dado Ćosić, Slaven Došlo und Đorđe Galić mitwirkten, wurde zudem als kroatischer Beitrag für die Oscar-Verleihung ausgewählt.

Bei dem Werk handelt es sich um eine komplexe internationale Koproduktion, an der Kroatien, Polen, Kanada, Zypern sowie Bosnien und Herzegowina beteiligt waren. Thematisch befasst sich der Film mit der Geschichte von vier befreundeten Filmemachern, die in den 1950er Jahren im damaligen Jugoslawien aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von den Behörden verfolgt wurden. Solche tiefgründigen und gesellschaftlich relevanten Erzählungen, die bei internationalen Jurys Anklang finden, stärken die Position des kroatischen Kinos auf der globalen Bühne und demonstrieren dessen Fähigkeit zu komplexer und offener Narration.

Das Filmfestival Cottbus, das 1991 gegründet wurde, konzentriert sich traditionell auf Spielfilme aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen sozialistischen Länder Europas sowie aus benachbarten Staaten wie Finnland, Griechenland und der Türkei. Im Rahmen der 35. Ausgabe konkurrierten zehn Filme um die „Lubina“-Statuetten im Hauptwettbewerb der Spielfilme. Darüber hinaus gab es Wettbewerbe für Kurzfilme und den Jugendfilmwettbewerb U18. Die Gesamtsumme aller Preisgelder auf dem Festival überstieg 60.000 Euro. Regisseurin Ivona Juka bedankte sich in ihrer Videobotschaft bei der Jury und ihren Kollegen und bezeichnete die Erfahrung als „wunderbare Erfahrung“. Das Festival, das an Spielstätten wie dem Weltspiegel und dem Glad-House/Obenkino stattfindet, fördert zudem den Marktzugang von Filmen durch den Koproduktionsmarkt connecting cottbus.

Quellen

  • Jutarnji list

  • Žene.ba

  • HRT

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