Waldprojekt Maubuisson: Ziel von einer Million Setzlingen rückt in greifbare Nähe

Bearbeitet von: An goldy

Die ökologische Umgestaltung von 1340 Hektar ehemals belasteter Flächen in der Region Île-de-France, bekannt als das Projekt „Forêt de Maubuisson“, macht beachtliche Fortschritte. Das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2029 mehr als eine Million Bäume zu pflanzen, rückt damit in greifbare Nähe. Dieses Vorhaben stellt ein zentrales Element zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts in einer Region dar, die historisch stark durch menschliche Eingriffe und Umweltverschmutzung geprägt wurde, wobei insbesondere die potenzielle Quecksilberbelastung der Böden eine Herausforderung darstellt.

Die Rekultivierung von beeinträchtigten Flächen ist eine streng staatlich reglementierte Anforderung für alle Bergbau- und Rohstoffunternehmen. Diese sind gesetzlich verpflichtet, die Gebiete nach Abschluss der Abbauarbeiten in ihren ursprünglichen oder einen naturnahen Zustand zurückzuführen. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2019 wurden bis Ende 2025 bereits fast 918.000 Setzlinge von Bäumen und Sträuchern gepflanzt, wodurch rund 918 Hektar Land erfolgreich begrünt werden konnten. Die Gesamtkosten für dieses monumentale Unterfangen werden auf etwa 84,5 Millionen Euro geschätzt, was die Entschlossenheit der Behörden und Investoren unterstreicht, eine langfristige ökologische Gesundung herbeizuführen.

Auf die technische Phase der Reinigung folgt die biologische Rekultivierung, die den Einsatz von Düngemitteln und speziellen Präparaten sowie die Auswahl und Aussaat von Gräsern zur Stabilisierung der oberen Bodenschichten umfasst. Eine entscheidende Aufgabe des Projekts besteht darin, einen ökologischen Korridor zu schaffen, der die großen Waldgebiete von Saint-Germain und Montmorency miteinander verbindet. Dies fördert nicht nur die biologische Vielfalt, sondern erhöht auch die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems gegenüber der fortschreitenden Urbanisierung. Um die Klimaresilienz der künftigen Waldzone zu gewährleisten, setzt das Aufforstungsprogramm auf eine hohe Diversität: Insgesamt wurden rund 47 verschiedene Baum- und Straucharten in die Planung einbezogen.

Die Projektverantwortlichen betonen, dass die derzeitige hohe Pflanzdichte im weiteren Verlauf durch gezielte Durchforstungsmaßnahmen korrigiert wird. Dieser Schritt ist notwendig, um das Wachstum der lebensfähigsten Exemplare zu optimieren und einen gesunden, stabilen Grünraum zu schaffen, der dem Druck der expandierenden Stadtbebauung standhalten kann. Der Einsatz moderner „grüner“ Technologien wie Bio- und Phytoremediation gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, um Belastungen durch Pestizide zu bewältigen und die Bodenstabilität nachhaltig zu verbessern.

Das Projekt Forêt de Maubuisson dient mit seinem Fokus auf Artenvielfalt und einem schrittweisen Wachstumsmanagement als Paradebeispiel für einen modernen, wissenschaftlich fundierten Ansatz zur großflächigen Landwiederherstellung in einer dicht besiedelten europäischen Region. Durch die Kombination aus technischer Präzision und ökologischem Weitblick wird hier ein wertvoller Lebensraum geschaffen, der weit über die Grenzen der Île-de-France hinaus als Vorbild für ähnliche Renaturierungsprojekte dienen kann.

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Quellen

  • Noticias Puerto Santa Cruz

  • ONF

  • ONF

  • ONF

  • ONF

  • Ekovjesnik

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