NYT-Untersuchung identifiziert Adam Back als wahrscheinlichsten Kandidaten für Satoshi Nakamoto
Bearbeitet von: Yuliya Shumai
Laut einer umfassenden Untersuchung der New York Times wurde der britische Kryptograph und Blockstream-CEO Adam Back als wahrscheinlichster Kandidat für die Rolle des pseudonymen Bitcoin-Gründers Satoshi Nakamoto identifiziert. Diese Schlussfolgerung wurde im April 2026 veröffentlicht, zeitgleich mit einem deutlichen Kursanstieg des Bitcoins, der am 8. April 2026 in einer Spanne zwischen 71.780 und 72.753 US-Dollar notierte.
Die von John Carreyrou geleitete Recherche stützte sich auf stilometrische Analysen, die Bewertung technischer Weitsicht sowie Untersuchungen zur zeitlichen Abfolge von Online-Aktivitäten. Journalisten führten eine einjährige Untersuchung durch und analysierten dabei akribisch die frühe Korrespondenz sowie tausende Nachrichten aus kryptografischen Mailinglisten aus den Jahren 1992 bis 2008. Ein Schlüsselelement war, dass Back bereits 1997 das Proof-of-Work-System Hashcash entwickelte, welches als direkte technische Inspiration für den Mining-Mechanismus von Bitcoin diente – ein Umstand, den Satoshi im ursprünglichen Whitepaper explizit erwähnte.
Die Analyse deckte stilistische Übereinstimmungen auf: In den Texten von Back und Satoshi fanden sich 67 identische Fehler bei der Bindestrichsetzung, was deutlich über dem Wert des nächsten Kandidaten liegt, der 38 Fehler aufwies. Zudem weist der Bericht darauf hin, dass Back nahezu alle Kernfunktionen von Bitcoin bereits ein Jahrzehnt vor Erscheinen des Whitepapers dargelegt hatte. Die Journalisten dokumentierten außerdem ein zeitliches Muster: Backs Online-Aktivität versiegte Berichten zufolge mit dem Auftauchen von Satoshi Ende 2008 und wurde erst sechs Wochen nach Nakamotos Verschwinden im Jahr 2011 wieder aufgenommen.
Adam Back wies diese Schlussfolgerungen entschieden zurück und begründete die stilistischen Gemeinsamkeiten mit einem Bestätigungsfehler. Er betonte, dass seine intensive Beteiligung an frühen Diskussionen über digitales Geld in der Cypherpunks-Mailingliste zwangsläufig zu mehr Übereinstimmungen führen musste. Back, der seit 2014 Mitbegründer von Blockstream und CEO der Bitcoin Standard Treasury Company (BSTR) ist, hob hervor, dass Satoshis Anonymität dem Bitcoin zugute komme, da sie dessen Status als mathematisch knappes, personenneutrales Gut stärke.
Der marktbezogene Kontext dieses Ereignisses ist mit geopolitischen Meldungen vom 7. April 2026 über einen vorläufigen zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran verknüpft, was das Interesse an Risikoanlagen steigerte und den Bitcoin-Preis nach oben trieb. Inmitten dieser Entwicklungen erreichte die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes rund 2,43 Billionen Dollar. Back, der an der University of Exeter promovierte, ist als Redner für die Bitcoin-Konferenz 2026 in Las Vegas geladen. Während sein Unternehmen Blockstream das Liquid Network ausbaut, bereitet BSTR eine SPAC-Fusion für eine Nasdaq-Notierung unter dem Ticker „BSTR“ vor und hält dabei 30.021 BTC in seinen Beständen.
Trotz der fundierten stilometrischen Daten bleibt die Skepsis innerhalb der Community groß. Michael Saylor, Vorsitzender von Strategy, erklärte öffentlich, dass eine Schreibstilanalyse kein ausreichender Beleg sei und eine Signatur mit dem privaten Schlüssel von Satoshi den ausschlaggebenden Beweis liefern müsse. Die Frage nach der wahren Identität des Bitcoin-Schöpfers, der schätzungsweise über 1,1 Millionen BTC verfügt, bleibt somit offiziell ungeklärt.
4 Ansichten
Quellen
blockchain.news
Forex News
Forex News by FX Leaders
glauben.orf.at
news.orf.at
DL News
Lesen Sie mehr Artikel zu diesem Thema:
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.



