Ethereum-Kernentwickler legen „Hegota“ als Namen für das Upgrade 2026 mit Fokus auf Zustandsfreiheit fest

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Ethereum

Die Ethereum-Kernentwickler haben am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, während des abschließenden All Core Developers Execution (ACDE)-Aufrufs des Jahres den Namen für das für die zweite Jahreshälfte 2026 geplante Netzwerk-Upgrade offiziell auf „Hegota“ festgelegt. Diese Benennung folgt der etablierten Konvention, bei der der Name der Ausführungsschicht, abgeleitet von der Devcon-Gaststadt Bogota, mit dem Namen der Konsensschicht, abgeleitet von einem Stern (hier Heze), kombiniert wird. Die Festlegung auf Hegota strukturiert die zukünftige Entwicklungs-Roadmap klar, die auf die unmittelbar bevorstehende „Glamsterdam“-Hardfork im ersten Halbjahr 2026 aufbaut.

Der Entwicklungsrhythmus hat sich nach den erfolgreichen Upgrades „Pectra“ im Mai und „Fusaka“ am 3. Dezember 2025 auf einen vorhersehbaren, halbjährlichen Zyklus eingestellt. Der primäre technische Fokus für Hegota wird voraussichtlich die Umsetzung langfristiger Ziele sein, insbesondere die Adressierung des kritischen Themas der „Statelessness“ (Zustandslosigkeit) und der Light-Client-Verifizierung. Diese Arbeiten stehen im Einklang mit der Phase „The Verge“ der Ethereum-Roadmap.

Ein zentraler Kandidat für die Aufnahme als wichtigstes Ethereum Improvement Proposal (EIP) ist die Implementierung von Verkle Trees als neue Datenstruktur, die die aktuellen Merkle Patricia Trees ersetzen soll. Verkle Trees sind eine entscheidende Voraussetzung für zustandslose Clients, da sie die Generierung wesentlich kleinerer kryptografischer „Proofs“ ermöglichen. Dies erlaubt Knoten, die Kette zu verifizieren, ohne den gesamten Zustand speichern zu müssen, was Synchronisationszeiten drastisch verkürzen und die Hardwareanforderungen für den Knotenbetrieb senken soll, was der Zentralisierung entgegenwirkt.

Die Sorge um den „State Bloat“ (Zustandsaufblähung) ist ein wiederholt thematisierter Punkt, da der Zustand der Blockchain Anfang 2025 bereits die Marke von 1 Terabyte überschritten hatte. Diese Datenakkumulation stellt ein Skalierungsengpass dar. Neben Verkle Trees werden für Hegota auch Mechanismen zur Zustands- und Historienablauf (State and History Expiry) erwartet, um alte Daten sicher zu archivieren und den aktiven Zustand der Knoten zu entlasten. Darüber hinaus stehen Ausführungsschicht-Optimierungen und Gas-Neubewertungen im Fokus der Entwickler.

Die Auswahl des federführenden EIPs für Hegota ist für den Zeitraum von Anfang Januar bis Februar 2026 angesetzt, was eine disziplinierte Abgrenzung des Umfangs von Glamsterdam ermöglicht. Die frühzeitige Bestätigung der langfristigen technischen Ausrichtung über die nächste Iteration hinaus bietet Investoren und Entwicklern Planungssicherheit. Die Entwickler betonen mit der Namensgebung von Hegota die methodische und koordinierte Weiterentwicklung des Protokolls auf einem nun etablierten, stabilen Veröffentlichungsrhythmus. Tim Beiko, Lead Researcher der Ethereum Foundation, wird die ersten Sitzungen im neuen Jahr nicht leiten; die Sitzung am 5. Januar 2026 wird sich auf den Abschluss der Glamsterdam-Scope-Diskussionen konzentrieren.

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Quellen

  • The Block

  • The Crypto Times

  • Binance

  • Cryptopolitan

  • CoinGecko

  • Binance

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