Russland entwickelt bis 2030 eine einheitliche Strategie für den Jugendreiseverkehr

Bearbeitet von: Irina Davgaleva

Blick auf die Gelendzhik-Bucht vom Markotkh-Gebirgskamm

Am 17. und 18. Dezember 2025 fand in Moskau eine entscheidende strategische Sitzung statt. Im Zentrum der Beratungen stand die Ausarbeitung einer zentralen Konzeption für die Entwicklung des Jugendreisens in der Russischen Föderation bis zum Jahr 2030. Diese wichtige Zusammenkunft wurde im Rahmen des Leuchtturmprogramms „Mehr als eine Reise“ der Föderalen Agentur für Jugendangelegenheiten (Rosmolodesch) organisiert. Damit wurden die politischen Richtlinien der Jugendförderung eng mit den Zielen der Tourismusbranche verknüpft.

An der zweitägigen Konsultation nahmen Vertreter föderaler Behörden, führende Experten der Tourismuswirtschaft sowie die Projektbüros des Programms teil. Diese Akteure repräsentierten sämtliche 89 Föderationssubjekte Russlands. Zu den Hauptaufgaben der Sitzung zählten die Konzeption eines operativen Modells für die regionalen Projektbüros, die Präsentation der Planungen für das Jahr 2026 und der formelle Beginn der Erstellung einer langfristigen Roadmap für die Weiterentwicklung des nützlichen Reisens bis 2030.

Das Programm „Mehr als eine Reise“ wurde 2021 auf Anweisung des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, ins Leben gerufen. Es ist ein integraler Bestandteil der Plattform „Russland – Land der Möglichkeiten“. Ziel ist es, besonders engagierten und talentierten jungen Menschen Bildungsreisen zu ermöglichen. Seit seiner Einführung haben über 320.000 junge Menschen von diesem Angebot profitiert. Die Initiative schafft eine harmonische Verbindung zwischen Tourismus, Bildungsinhalten und gesellschaftlichem Mehrwert. Dadurch werden Reisen zu prägenden Erfahrungen, die die Verbundenheit der Jugend mit den Regionen Russlands stärken.

Olga Teterina, die Generaldirektorin des Programms und eine Schlüsselfigur im Rahmen des Präsidenten-Fonds für Kulturinitiativen, betonte die Notwendigkeit einer staatlichen Begleitung für die erarbeiteten Bildungsprodukte. Sie sicherte zu, dass sämtliche im Rahmen des Programms entwickelten Lehrmaterialien eine offizielle staatliche Akkreditierung erhalten werden. Dies garantiert den Teilnehmern eine dokumentierte Anerkennung ihrer Lernerfolge. Im Jahr 2025 wurden zur Weiterentwicklung des Programms der erste Allrussische Wettbewerb ins Leben gerufen und zudem touristisch-patriotische Lager organisiert, darunter eine Veranstaltung auf der Insel Schumschu.

Denis Aschirow, Staatssekretär und stellvertretender Leiter von Rosmolodesch, hob hervor, dass die Strategie-Sitzung die Grundlage für eine Abkehr von Einzelprojekten hin zu einem nachhaltigen System für die Entwicklung des patriotischen Jugendreisens geschaffen habe. Für das Jahr 2026 ist der Übergang des Programms in eine neue Phase geplant. Diese wird durch aktualisierte Teilnahmebedingungen, neue Formate und erweiterte Routen gekennzeichnet sein, um die Zugänglichkeit der Reisen weiter zu erhöhen. Stanislaw Kirejew, stellvertretender Generaldirektor der ANO „Mehr als eine Reise“, verwies auf den Einsatz von Gamification-Elementen in der mobilen Applikation. Diese dienen der Motivation der Teilnehmer und ermöglichen die Erfassung von Echtzeit-Analysedaten.

Die systematische Förderung des Jugendreisens spiegelt das staatliche Bestreben wider, Erkundungs- und Patriotismusreisen gezielt einzusetzen. Dies schließt auch die Entwicklung in Monostädten ein, um dort Arbeitsplätze zu schaffen und den lokalen Hotelbetrieb anzukurbeln. Die strategische Zusammenkunft bekräftigte den Kurs auf eine langfristige, inhaltlich tiefgründige und strukturierte Einbindung der jungen Generation in die Erkundung des Landes durch Tourismus, Bildung und soziales Engagement bis zum Ende des aktuellen Jahrzehnts.

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Quellen

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  • vertexaisearch.cloud.google.com

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